Da wir auch dieses Mal vorab keine Information über die Veranstaltung erhalten hatten, habe ich mich kurzfristig über unseren Mainzer Kontaktmann Andreas informieren lassen und uns dann per Mail bei der Stadt Mainz angemeldet.
Daraufhin habe ich noch einen Rundruf im atlantis gestartet in der Hoffnung, dass wir nach der zweimaligen Teilnahme Einiger eine Traditionsveranstaltung für den Verein daraus machen könnten. Dies insbesondere, weil das ein Treffen am letzten Tag des Jahres ist, das zwar zugegebenermaßen sehr früh beginnt. Man ist allerdings dann doch auch relativ früh wieder Zuhause und kann sich gemütlich auf Silvester vorbereiten. Wenn´s sein muss, sogar noch mit einem Mittagsschläfchen.
Also stiegen wir um 6:30 Uhr aus den Federn und waren bereits um 7:30 Uhr auf der Piste.
Wie gewöhnlich wurden wir nach dem Umziehen von Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr zum Einstieg gefahren. Nach dem Startschuss durch den Oberbürgermeister vom Feuerlöschboot aus erfolgte der Sprung in die Fluten kurz nach 10.00 Uhr für insgesamt 176 Teilnehmer. Anschließend wurde eine etwa 1,6 Kilometer lange Strecke vom Rathaus bis zum Feldbergtor im Rhein zurückgelegt. Bei einer Wassertemperatur von lauwarmen 14,5 °C und einer Lufttemperatur von 4 °C kam der Spaß des „kollektiven Wassertretens“ nicht zu kurz.
Eine bunt gemischte Gruppe von Schwimmern der Berufsfeuerwehren aus Mainz, Wiesbaden, Kaiserslautern, den Freiwilligen Feuerwehren aus Mainz, Maintal und Main-Taunus-Kreis, Wasserschutzpolizei, Bereitschaftspolizei, DLRG, THW, Verwaltung der Stadt Mainz, sowie Tauchclubs wie Manta Mainz., Atlantis Mainz., TSC atlantis Frankfurt, Pulpo Wiesbaden und Tauchclub Wiesbaden und viele weitere sorgten für heitere Stimmung im Rhein.
Als kleine Belohnung erwartete die Schwimmer am Ausstieg Feldbergtor eine warme Dusche und heißer Glühwein, der von der "Bar am Turm - Caponniere" spendiert wurde.
Da wir relativ weit vorne eingestiegen waren, kamen wir auch als einige der ersten am Ausstieg an und waren, nachdem wir wieder den Fahrdienst der Feuerwehr in Anspruch genommen hatten, ganz schnell unter der heißen Dusche. Bevor unsere Mädels fertig waren, habe ich bereits das Auto geholt und bei einer naheliegenden Tankstelle vollgetankt, weil dort der Literpreis bei 0,989 € lag, während auf dem Hinweg dieser noch bei 1,029 € gelegen hatte.
Wir fuhren mit Kempfs zum Rathaus, saßen dort noch ein wenig zusammen und aßen und tranken noch ein Süppchen und Apfelsaft/Bier und machten uns alsdann wieder auf den Heimweg, wo wir uns nach unserer Rückkunft nochmal aufs Ohr legten, damit wir den Anforderungen des Abends gerecht werden konnten…

Im nächsten Jahr werden wir dann hoffentlich mehr als die diesjährigen 5 aktiven Schwimmer. Ein paar Bilder zum Event findet Ihr auch unter http://ruthpet.blogspot.de

HTSV-Jugendgrillen und Verleihung des „Goldenen Konrads“ 2014
Am 12.09.2015 fand das jährliche Jugendgrillen der HTSV-Jugend am Verbandsgewässer in Schönbach statt und wie immer wurde für viel Spaß unter und über Wasser gesorgt. Für die Lösung kleiner Aufgaben beim Tauchen gab es als Belohnung eine Nascherei und auch das Bogenschießen an Land fand großen Anklang. Unsere Grillmeisterin Davina Franke und ihr Assistent Alex Kempf beglückten alle 97 hungrigen Taucher und Nichttaucher mit Bratwürstchen und Steaks.
Eine besondere Ehre wurde uns zu teil, dass der Goldene Konrad für das Jahr 2014 innerhalb einer Jugendveranstaltung verliehen wurde. Der „Goldene Konrad“ fördert Vereine für vorbildliche Jugendarbeit zu einem bestimmten Thema und ist nach dem langjährigen Landesjugendwart Konrad Freitag benannt. Der erste Platz ist mit 500€, der zweite mit 300€ und der dritte Platz mit 100€ dotiert.
Insgesamt sieben Jugendabteilungen haben im Januar ihre Bewerbungen zum Thema Kindgerechtes Apnoetraining abgegeben. Dabei wurde die Jury auf eine Abenteuerreise des Odysseus mitgenommen und beim Apnoetraining mit einer Eiskugel hat sie auch nicht schlecht gestaunt. Andere begeisterten wiederum mit der Aufarbeitung des Apnoetrainings aus Sicht von Teilnehmer und Ausbilder.
Nach einer kurzen Ansprache über die Bedeutung der Namensgebung Goldener Konrad und des Jugendpreises im Allgemeinen wurden die Plätze eins bis drei verliehen.
Die ersten drei Plätze lauten wie folgt:
1. DUC Hanau e.V.
2. TSC atlantis e.V.
3. Höchster Schwimmverein 1893 e.V. – Tauchabteilung
Die Bewerbungen der Gewinner sind online und können gelesen werden.
(Der Bericht stammt von Alex PS;
Fundort: https://htsv.org/news/artikel/bericht-jugendgrillen-goldener-konrad-2014)

Main in Flammen – Seligenstadt 20.07.201Wir waren dem Aufruf von Thomas Hain vom Heimatbund Seligenstadt e.V. gefolgt, der die Vereine angeschrieben und um Beteiligung an einer Sonderaktion im Rahmen des Geleitsfestes 2015 gebeten hatte. Alle, die noch nicht im Main geschwommen wären und dies einmal mit Fackeln im Geleitzug durchführen wollten, sollten sich rechtzeitig einfinden. Auch für eine kleine Erfrischung sei gesorgt.
Nun waren wir zwar schon öfters im Main gewesen, nahmen aber die Einladung gerne an.
Ich hatte die Mitteilung im Verein weitergereicht und es hatten sich auch ein paar gefunden, die sich die Tour antun wollten. Wir waren auch rechtzeitig da und konnten von Glück reden, dass wir in einer Seitenstraße unweit der Turnhalle, noch einen Parkplatz ergattern konnten. Das Parkdeck unmittelbar vor der Halle war bereits um 19:30 Uhr rappelvoll belegt.
Micha und seine Mannschaft fanden nur noch einen Parkplatz bei Aldi, das ein ganzes Stück zu Fuß weg war.
Unsere Anwesenheit wurde registriert und bevor es ans Umziehen ging, hatten wir schon eine Menge Leute getroffen, die wir zum Teil schon seeehr lange nicht mehr gesehen (und trotzdem noch erkannt) hatten. Die Wiedersehensfreude war groß und es gab viel zu erzählen.
Nach dem Umziehen wurden wir gegen 22:00 Uhr zum Einstieg gefahren und dort mit Bohlen bestückt. Soll heißen, jeder bekam ein Brett, auf dem Hölzer befestigt wurden, auf die dann die Fackeln gesteckt wurden. Der Einstieg gestaltete sich schwierig, weil der Zugang schmal, die Steine glitschig und die rund 60 Schwimmer teilweise etwas träge waren.
Aber schließlich waren alle mit den brennenden Fackeln auf ihren Brettern im Wasser und von der Festmeile her donnerten schon diverse Kanonenböller.
Die Gesamtstrecke belief sich auf ca. 800 Meter, die wir – gemächlich dahin treibend- hinter uns brachten. Begleitet wurde die gesamte Tour vom begeisterten Klatschen und Rufen der Zuschauermassen, die die gesamte Böschung des Mains bis zum Ausstieg bevölkerten. Für alle ein ganz besonderes Erlebnis.
Zurück in der Turnhalle mussten wir uns mit dem Duschen beeilen, weil wir noch das anstehende Feuerwerk betrachten wollten. Da unsere weibliche Mittäterschaft beim Anziehen etwas lange brauchte, bekamen wir die ersten Böllerschüsse des Feuerwerks nur zu hören, konnten aber dem Rest noch ungestört beiwohnen. Auch dies war nochmal ein ganz besonderes Ereignis.
Danach verabschiedeten wir uns ziemlich zügig, wohl wissend, dass die Nacht wieder einmal sehr kurz sein würde...

Die Einladung zum diesjährigen Sommerfest war rechtzeitig rausgegangen und es hatten sich immerhin 22,5 Personen angemeldet (die 0,5 hinten dran war Dorian Prehl, der von seinen Eltern offensichtlich noch als „halbe Portion“ angesehen wurde … ;o) )
Ort der Veranstaltung war der Garten unserer VereinskameradInnen Waldenmaier – wild-romantisch gelegen am Oberräder Hang. Ich hatte zwar ein paar Hinweisschilder vorbereitet, die allerdings auf unserem Tisch Zuhause liegengeblieben waren. Und Google-Maps hatte nicht nur uns einen Streich gespielt, weil die Nummer 133, unter der der Garten zu finden gewesen wäre, bei Google falsch angezeigt wurde. Wir waren zwar schon einmal in dem Garten gewesen, brauchten aber trotzdem etwas Zeit, bis wir richtig angekommen waren. Und zwischendurch waren wir bei unserer Suche noch auf Dave getroffen, der ebenfalls nicht ortskundig war.
Aber schließlich fanden sich alle ein. Waldenmaiers hatten bereits alles vorbereitet und die Getränke waren ebenfalls kalt. Angesagt war ein heißer Tag, der auch mit einem Gewitter hätte enden können. Wir stellten – ob der Hitze – unseren mitgebrachten Pavillon auf und auch ein kurzer Guss konnte uns nicht von weiteren Aktivitäten abhalten.
Es wurde Kupp (Schwedenschach) gespielt und die Feier zog sich von 14:30 Uhr bis spät in die Nacht hin.
Da Ruth und ich mit dem Wohnmobil angereist waren, konnten wir im Anschluss noch mit unseren Gartenbesitzern ein wenig am Lagerfeuer sitzen, ein Tässchen Sekt zu uns nehmen und ein bisschen klönen.
Da ab 23:00 Uhr keine Flieger mehr über uns hinweg donnerten, verbrachten wir eine vergleichsweise ruhige Nacht und frühstückten am nächsten Morgen noch gemeinsam, bevor wir uns nach Hause und zu neuen Aktivitäten verabschiedeten.

Auch dieses Jahr fand das VDST Bundesjugendtreffen wieder statt, diesmal mit wunderbar warmen Temperaturen am Schladitzer See bei Leipzig. Von Donnerstagmittag bis Samstagmorgen war Anreise, Jugendliche aus ganz Deutschland waren auf dem Weg, alle kamen problemlos (wenn auch teilweise recht übermüdet) an. Nachdem das Zelt als Nachtlager errichtet war, ging es erstmal zum Essen. Morgens wie Abends gab es Brötchen mit Wurst und Käse zum selbst belegen, sonntags sogar Gegrilltes, das restliche warme Essen ließ jedoch Raum für Verbesserungen. Nach der offiziellen Eröffnung am Samstagmorgen begannen die ersten Workshops, an Land und im Wasser, mit Abnahme oder nur zum Spaß, für jeden war etwas dabei.
Zur Stärkung des Zusammenhalts galt es für Vereine und andere Gruppen jeweils einen kleinen Abenteuerparcours mit aneinandergebundenen Händen zu absolvieren, einen anstrengende Viertelstunde, die sich durchaus lohnte. Auch konnte jederzeit für eine Zirkusshow geprobt werden, die mit großer Begeisterung am letzten gemeinsamen Abend aufgeführt wurde, Kleine wie Große hatten ihren Spaß an Akrobatik und Einrad fahren, Clownsnummern und Zauberei. Wer den Schladitzsee erkunden wollte, hatte die Möglichkeit dies bei einem reinen Spaßtauchgang oder auch, mit wissenschaftlichem Hintergrund, bei einem Kurs von unserem Präsidenten Prof. Dr. Franz Brümmer zu tun. Wer sich jedoch nicht lange mit dem Zusammenbauen des Gerätes aufhalten wollte, konnte an einem Apnoeworkshop teilnehmen und seine Apnoe*/** -Prüfung ablegen. Die dazu nötige Theorie gab es nach dem Abendessen bis spät in die Nacht. Aber nicht nur unter Wasser sondern auch am Rand des Sees waren Taucher zu finden: Jeder Interessierte schwamm mit Monoflosse oder einem OT-Gerät zum Schnorcheln von Boje zu Boje und gewann interessante Einblicke in völlig andere Bereiche des Tauchsports. Außerdem war es möglich, den Aquapark des Platzes zu besuchen, dort zu schwimmen, zu klettern und mit den neu gewonnenen Freunden Zeit zu verbringen.

Aber nicht nur Freundschaften entstanden bei diesem Treffen, es wurden auch Brücken zwischen Nord und Süd geschlagen: Das ausgerichtete Beachvolleyballturnier gewann das Team „Hesmen“, ein Zusammenschluss aus Bremern und Hessen, die gezeigt haben, dass Entfernungen im Wettkampf keine Rolle mehr spielen. Auch wurde, wie jedes Jahr, ein Fotowettbewerb ausgeschrieben und ein Videopreis, jeweils in den Altersgruppen 6-12 und 14+, vergeben. Trotz der vieler verschiedenen Interessen und Regionen war eines jedoch allen gemein: der Spaß am Tauchen. Aus diesem Grund ist für alle, die dabei waren, eins ganz sicher: Auf nach Xanten zum Bundesjugendtreffen 2016!
Bilder: http://tgwaspo.de/cms/jugend/berichte/bundesjugendtreffen-2015.html

Nach längerer Vorbereitungszeit und einigen Verständigungsproblemen waren wir übereingekommen, die diesjährige Vereinsfahrt gemeinsam mit dem TSC Gelnhausen durchzuführen.
Wolf vom TSC Gelnhausen hatte uns dies bereits im letzten Jahr angeboten und sich freundlicherweise auch schon um die Reservierung von Stellplätzen bemüht. Dem Vernehmen nach hatten sich vom atlantis insgesamt 15 Personen – ganz überwiegend Camper – angemeldet. Das war doch immerhin schon mal eine Hausnummer …
Es hatte sich nun auch so langsam herauskristallisiert, dass die Verpflegung überwiegend in Eigenregie stattfinden sollte und dass lediglich für den Feiertag (Fronleichnam) und den Samstag Gemeinschaftsverpflegung in Betracht gezogen werden sollte. Für Donnerstag sollte es Hot-Dogs geben und für Samstag war ursprünglich der gemeinschaftliche Verzehr eines größeren Spanferkels vorgesehen gewesen. Leider hatte sich gezeigt, dass der Spanferkel-Griller gar nicht an dem Event teilnehmen würde.
Bei uns war es so, dass Ruth bereits am Sonntag vorher aus dienstlichen Gründen nach Bremen musste und erst am Dienstagabend gegen 22:30 Uhr wieder zurückkommen würde. Am Mittwoch sollte es dann schon sehr früh losgehen. Unsere Flaschen waren gerade beim TÜV und nicht rechtzeitig wieder da. Dafür hatte sich unser Holzwurm bereit erklärt, uns aus dem vereinseigenen Fundus zwei Flaschen zu reservieren und diese auch noch mitzubringen. Dies ersparte mir einen zusätzlichen Weg nach Offenbach, wofür ich ihm sehr dankbar war.
Da ich am Dienstagabend mit den Hammersbacher Mädels laufen wollte (Merke: In Hammersbach läuft was...), musste ich also unser Mobil weitgehend am Montag packen und die entsprechenden Vorbereitungen treffen (Kühlschrank vorkühlen und Wasser und Sprit auftanken, Kaffeemaschine und Sonnenmilch ins Mobil bringen, sowie Bettwäsche austauschen etc.) Außerdem hatte ich für Dienstag noch ein Backhausbrot bestellt, damit wir nicht verhungern würden, aber am Mittwoch konnten wir ja auch noch frische Brötchen für unterwegs erwerben. Aber schließlich war alles vorbereitet und es konnte losgehen:

Mittwoch, 3.6.2015
Wir kommen rechtzeitig aus den Federn, nagen noch eine Kleinigkeit und besorgen uns dann bei der Bäckerei unseres Vertrauens noch eine Wegzehrung. Den Kaffee haben wir ebenfalls vorbereitet, so dass wir für unterwegs verpflegt sind. Wir sind früh genug und haben zwar viel Verkehr, aber es läuft und so sind wir bereits um 12:30 Uhr vor Ort – Zeit genug, noch ein paar fehlende Kleinigkeiten zu besorgen und uns Nordhausen wenigstens beim Durchfahren einmal zu betrachten. Und wir finden einen Stand, an dem es noch einmal Spargel gibt. Da der Verkäufer auch noch Erdbeeren und Kirschen im Angebot hat, schlagen wir auch hier noch zu. Als wir am See eintreffen, sind einige der Gelnhäuser schon da und wir werden sehr herzlich begrüßt. Wir suchen uns ein schattiges Plätzchen und richten uns wohnlich ein, bevor wir uns bei der Basis anmelden.
Da wir nicht gemeinsam mit Gelnhausen angemeldet sind, richten wir ein eigenes „Vereinsblatt“ ein und tragen die Personen, von denen wir wissen, dass sie noch nachkommen, bereits ein. Dann trudelt unsere Mannschaft so nach und nach ein und der Rest des Tages ist mit dem Aufstellen diverser Zelt ausgefüllt. Es ist noch sehr frisch draußen und der Wind bläst in Böen stürmisch. Wir verzichten daher auf das Aufstellen unseres Pavillons, weil der sowieso gleich wieder fortgeflogen wäre. Dorian, Siljas und Michas Sohn, hat sich gleich mit Elena angefreundet, die im übernächsten Zelt wohnt und altersmäßig gut zu ihm passt. Sie ist aber auch wirklich eine Niedliche. Nur mit Mühe ist er davon abzuhalten gleich zum Nachbarn umzuziehen. Wir bereiten unseren Spargel, die Kartoffeln und den erworbenen Schinken zu und essen genüsslich. Am Abend sitzen wir noch ein wenig beisammen und erzählen alte Geschichten.

Donnerstag, 4.6.2015
Das Frühstück war auf 8:30 terminiert, aber da in Thüringen kein Feiertag ist, fahren bereits seit 7:30 die Lastwagen nebenan vorbei und wir bedauern unsere Kempfs, die bestimmt meinen, die Lastwagen führen durch ihr Vorzelt. Susanne hat sich bereit erklärt die Brötchen zu holen und wir frühstücken gemütlich. Mir ist in der Nach siedend heiß eingefallen, dass ich zwar sonst an alles gedacht habe, bis auf Ruths Unterzieher für den Trocki. Ruth ist zu Recht angefressen und begibt sich mit Silja in die Stadt um irgendwas zu finden, was sie unter dem Trockentauchanzug anziehen kann.
Zwischendurch bereden wir kurz, wer mit wem taucht und dann finden die ersten Gänge statt. Bereits am Tag vorher waren wir natürlich bereits am Steg und haben geschaut, wie die Sicht so ist. Dabei konnte einem bereits das Herz aufgehen. Und auch jetzt zeigt sich, dass der äußere Eindruck nicht getrogen hat. Sicht ohne Ende und richtig dicke Karpfen, Schleien und Krebse. Der Tag vergeht mir Briefing,tauchen und Nachbriefing und keinem ist es langweilig. Es steht zu befürchten, dass das verlängerte Wochenende wieder viel zu schnell vorbei geht.
Am Nachmittag erfolgt noch ein größerer Einkauf im gegenüber liegenden ALDI-NORD, weil es zum Grillen noch Fleisch und Grünzeug geben soll. Wir probieren noch einen günstigen Prosecco, der gar nicht schlecht ankommt.
Inzwischen sind noch Bekannte von Micha angekommen, die bei ihm Übungen machen wollen und insgesamt wird der Kreis noch ein bisschen größer.
Am Abend unternehmen wir noch einen Nachttauchgang, weil ja erfahrungsgemäß nächtens mehr los ist, als am Tag. Wenigstens aber mit anderen Beteiligten. Aber das Einzige, was sich geändert hat, sind die Horden an Krebsen, die jetzt draußen sind. Die Karpfen sind vollkommen verschwunden. Wahrscheinlich war ihnen tagsüber die Hektik im See zu groß.

Freitag, 5.6.2015
Heute sind wir ein wenig früher, weil wir jetzt schon die Erfahrung gemacht haben, dass frühzeitig Lastwagen auf der Straße nebenan vorbei kommen und Lärm machen.
In der Nacht hat mich mein Weib geweckt und erzählt, ich würde schnarchen. Tatsächlich kam das Schnarchen aber aus dem Nachbarzelt und ich tippe auf Micha, aber beim Frühstück hören wir, es sei vermutlich Dorian gewesen, der den Lärm veranstaltet hat. Es lässt sich nicht bis ins Kleinste klären, da laut Siljas Aussage beide ziemlich schnarchen.
Der Rest des Tages verfährt nach vorgegebenem Muster und wir bringen zwischen-durch die abgeatmeten Flaschen wieder zum Füllen in die Basis. Hierbei leistet uns ein Bollerwagen, den unser Holzwurm vor geraumer Zeit bei der Firma „Berger“ erworben hat, gute Dienste. Neidische Blicke aus allen Zelten, an denen wir vorbei müssen, sind die Folge.
Die Taucherei nimmt ihren üblichen Fortgang und der Tag geht im Nu vorüber. Es ist nicht ganz einfach, die Jugend in das unvermeidliche Spülen nach dem Abendessen einzubeziehen, den essen wollen alle, nur wäre anschließend „chillen“ wesentlich angenehmer. Aber mit ein wenig Nachdruck funktioniert dann auch das.
Im Übrigen habe ich bereits am Anfang unseres Kurzurlaubs darum gebeten, dass die Teilnehmer am Bundesjugendtreffen am Schladitz-See einen kurzen Bericht über die dortigen Geschehnisse fertigen mögen. Die ersten drei Sätze sind relativ zügig formuliert, nur mit dem Fortgang hapert es noch ein bisschen, obwohl ich regelmäßig daran erinnere. Schließlich soll ja auch in diesem Jahr unsere Homepage wieder gefüllt werden.

Samstag, 6.6.2015
Gestern Abend haben wir verabredet, dass wir heute Morgen vor dem Frühstück zum Möwensee wollen, der ebenfalls noch zur Basis gehört und von dem wir schon viel Gutes gehört haben. Dave wird dann die Brötchen mitbringen, so dass wir nach unserer Rückkehr gleich frühstücken können.
Wir packen alles in Michas Auto, nachdem wir vorsichtshalber eine Plane gegen zu viel Wasser untergelegt haben und fahren dann den beschriebenen Weg. Es dauert eine Weile, bis wir den richtigen Eingang gefunden haben und dann eine weitere Zeit, das mit Zahlenschloss gesicherte Tor zu öffnen. Aber dann finden wir eine Stelle, an der bereits ein paar Zelte stehen. Der Platz ist über und über mit Müll und leeren Flaschen beladen und es sieht nach einer heftigen Party aus. Ein paar zerzauste Köpfe schauen aus den Zelten und erklären uns, ein paar Meter weiter gebe es noch einige andere Zugänge. Die „paar Meter“ erweisen sich als ein paar hundert Meter, aber auch hier campieren einige Jugendliche. Nur sieht es hier nicht ganz so chaotisch aus. Wir fragen höflich, ob wir hier einsteigen können und – ja, wir dürfen.
Um es kurz zu machen – die Sicht ist gigantisch und es gibt reichlich Krebse. Fische sind leider eher Mangelware, aber es lohnt sich trotzdem, da man sich vorkommt, als ob man fliegt. Und es ist unterhalb von etwa 10 Metern ganz schön frisch (8 ° C).
Als wir wieder auftauchen, hat sich oben die DLRG eingenistet und sie haben schon einen Pavillon aufgebaut und größere Vorbereitungen für diverse Tauchgänge getroffen. Wir fahren zu unserem Stellplatz zurück und frühstücken endlich lange und intensiv. Am Nachmittag besucht uns Erwin mit seiner Frau, für den die Anreise hierher lediglich ca. eine halbe Stunde dauert, wohnt er doch inzwischen in Wüstheuterode. Er hat bereits seit 2013 nicht mehr getaucht und ich mache mit ihm einen ganz gemütlichen Tauchgang.
Für den Abend sind dann Nudeln mit Tomatensauce und Hasche´ vorbereitet, so dass wir zur Party von Kathi, die ihren TL** bestanden und zu einem Umtrunk geladen hat, zu spät kommen. Während wir dann aber abends unter unserem Pavillon sitzen und klönen, besucht sie uns noch und bringt eine Flasche Wein mit, die wir gemeinsam trinken.
Und morgen ist schon wieder Heimfahrt angesagt.

Sonntag, 7.6.2015
Wir bringen wieder das gemeinsame Frühstück und die anschließende Reinigung des Geschirrs hinter uns. Und dann beginnt das langwierige Packen, weil ja alles wieder an seinen angestammten Platz muss, sonst käme gar nicht alles unter. Nachdem auch die Zelte abgebaut und die eigenen Autos beladen sind, hätten wir ja gern unserem Holzwurm noch ein bisschen geholfen, denn er hat bei Weitem das meiste zu packen. Aber er hat da seinen ganz eigenen Plan. Schließlich ist aber auch hier alles unter Dach und Fach. Ich gehe zur Basis, rechne unsere Flaschenfüllungen ab und bezahle unseren Stellplatz und die Tauchgebühren für die 4 Tage. Bei der Überprüfung der Abrechnung zeigt sich, dass wir – inklusive unserer bereits mitgebrachten Flaschenfüllungen – insgesamt 153,4 m3 Pressluft veratmet haben. Ein stolzes Ergebnis. Wir verabschieden uns von den Gelnhäusern, die zum Teil noch bis morgen am See bleiben und machen dann auf dem Steg am See noch ein Abschlussfoto, das freundlicherweise von unserer Pauli geschossen wird. Wir haben schon Bedenken, der Steg könne kentern, da wir ja alle auf einer Seite stehen, aber das Ding ist kräftig gebaut und hält uns aus. Dann machen wir uns auf den Weg in Richtung Heimat und sind dankbar, dass es trotz des starken Rückreiseverkehr relativ zügig vom Fleck geht.
Allein auf der Höhe von Homberg/Efze steht auf der Gegenseite ein Rettungshubschrauber und dahinter laut Verkehrsdurchsage ein Stau von 10 bis 12 Kilometern Länge. Da es in unserer Richtung lediglich zwischen Kirchheim und Hattenbacher Dreieck, sowie ab Alsfeld/Pfefferhöhe staut, fahren wir in Kirchheim ab und beenden unsere Reise über Land (Niederaula, Alsfeld, Romrod Grünberg, Hungen).
Und in Nidda essen wir noch ein Eis, bevor wir die Zielgerade unter die Räder nehmen und gegen 16:30 Uhr wieder Zuhause aufschlagen.
Das Auspacken ist dann nur noch Routine und anschließend lassen wir das Wochenende geruhsam auslaufen…

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