Himmelfahrt fällt dieses Jahr auf einen Donnerstag, so dass sich mit einem Brückentag ein verlängertes Wochenende gestalten lässt. Da aber am Mittwoch noch unser Training im Stadionbad gewährleistet sein sollte, trainiere ich noch bis 20.30 Uhr, düse dann in Richtung Heimat, wo mein Weib bereits die letzten Vorbereitungen getroffen hat und gegen 21.30 Uhr geht´s dann endlich los in Richtung Osten.
Für das verlängerte Wochenende ist herrliches Wetter vorhergesagt und so sind wir guter Dinge.

Die ganze Strecke schaffen wir nicht mehr, weil es ja schon ein langer Tag war, aber nach dem Autobahndreieck Drammetal fahren wir in Friedland ab und halten unsere Nachtruhe unmittelbar vor dem ehemaligen Durchgangslager. Es ist traumhaft ruhig und der Sternenhimmel sucht seinesgleichen…
Nach dem geruhsamen Frühstück geht´s weiter und jetzt haben wir nur noch etwa 80 Kilometer durch eine schöne Landschaft.
Am See angekommen buchen wir uns erst mal bei der Tauchbasis OASIS ein, bevor wir feststellen, dass unsere Jugend bei der zweiten Basis untergekommen ist. Das kommt davon, wenn man die Ausschreibung nicht richtig liest. Aber wir bekommen anstandslos unser Geld zurück, finden unterwegs noch den Tauchclub Langgöns auf der Halbinsel und stoßen schließlich zu unserer Jugend, die im Wesentlichen aus Teilen des Jugendteams und Mitgliedern aus Gelnhausen und atlantis, sowie Höchst besteht. Es stehen schon diverse Zelte und wir gruppieren uns mit unserem Mobil zwanglos hinzu.
Ein Blick ins Gewässer zeigt: hier sind wir richtig! Sicht bis zum Horizont.

Und dass wir das richtig gesehen haben, zeigt sich, als wir endlich den Kopf unter Wasser stecken: Fisch ohne Ende und zwar Hechte, Karpfen, Barsche und Schleien, sowie auch Krebse und das bei gut 10 Metern Sicht. Es wird ein gemütliches Wochenende, wenn auch die Nachtigall nicht nur nachts schlägt, sondern auch tagsüber einen ziemlichen Radau veranstaltet. Wo findet man denn sowas bei uns noch?
Die Tage vergehen mit essen, tauchen, schlafen, grillen und wieder essen und so weiter und im Nu ist Sonntagmorgen. Wir frühstücken gemütlich, machen einen ausgiebigen Abschlusstauchgang und begeben uns dann wieder auf die Piste – in der Hoffnung, dass es nicht zu sehr stauen wird.
Und auf dem letzten Stück zeigt sich, dass wir heute Abend auch nicht mehr gießen müssen, weil dies der Himmel für uns schon reichlich erledigt hat (Donner und Blitz eingeschlossen)

Im Vorfeld war die Begeisterung eigentlich groß und wir hatten ursprünglich 2 6er-Appartements geordert, von denen wir eines relativ zügig wieder gecancelt hatten, weil sich zeigte, dass wir dies nicht voll bekommen würden. Und dann waren, relativ kurz vor der Abfahrt, zwei weitere Personen ausgestiegen, was zu Missverständnissen und diversem mail-Verkehr Anlass gab.
Dazu kam, dass meine Schwester, bei der sich seit dem Frühjahr unsere Mutter aufhält, auch in Urlaub fahren wollte (was ihr im Übrigen auch zustand), und wir deshalb eine Woche „Mama-Sitting“ machen wollten.

Und davor lösten wir noch einen Gutschein für ein Wochenende mit Vicky und Klaus auf der Dammühle ein, was Teil ihres Hochzeitsgeschenks war. Das heißt, wir waren gut ausgelastet, auch wenn all das sehr viel Spaß gemacht hat.
In der Mama-Woche kamen wir schon mal ein wenig zur Ruhe und nutzten die Gelegenheit noch ein wenig Marburg zu erwandern.
Donnerstags machte sich Ruth dann schon mal auf den Weg in Richtung Hammersbach um die letzten Reste zu packen (das Tauchzeug hatte ich schon in der Woche vorher fertig gemacht). In dieser Nacht erlebte sie eines der schwersten Gewitter, die bis dahin in Hammersbach über die Bühne gegangen waren – und ich war nicht dabei. In Marburg hat´s nur ziemlich heftig geregnet.
Am Freitag holte ich dann den beauftragten Rahmen eines unserer Hochzeitsbilder ab und begab mich schließlich auch in Richtung Heimat, ohne dass meine andere Schwester Lily, die meine Nachfolge in Schönstadt antreten sollte, bereits eingetroffen wäre. In den Nachrichten hörte ich dann, dass zwischenzeitlich auf der Sauerlandlinie ein heftiger Starkregen niedergegangen war, in dem sie zunächst fest hängte. Zu Hause packte ich noch das Auto und wir begaben uns zu Bett um wenigstens noch ein bisschen Ruhe vor der großen Fahrt zu haben. Die Nachtruhe wurde wiederum durch Regen unterbrochen, aber die Nacht war ohnehin um 24.00 Uhr zu Ende – und dann ging´s endlich auf große Fahrt.

Samstag, 27.8.2011

Wir steigen um 1.00 Uhr ins Auto und fahren zu Tru, der unser Begleiter auf der Tour sein wird. Das Wetter sieht nicht gut aus und es regnet auf einem großen Teil der Strecke. Dafür kommen wir über die Nacht hinweg gut voran und erst in Frankreich, eigentlich erst in Höhe Lyon, wird es recht voll uff de Gass´. Das geht so weit, dass wir zwischenzeitlich zwar nicht richtig im Stau stehen, aber der Verkehr ziemlich stockt. Das Abhören des Verkehrsfunks auf 107,7 MHZ bringt uns nicht viel weiter, weil wir dafür noch zu wenig französisch verstehen.
Aber pünktlich um 17.08 Uhr – wie vom Navi vorhergesagt – laufen wir in Tamariu ein und treffen am Fuß des Berges auf Birgit und Heino, die gerade auf dem Weg zur Basis sind. Ich besorge die Schlüssel für das Appartement in der „Agencia“ und die anderen drei sagen schon mal auf der Basis Bescheid, dass wir da sind.

Dann machen wir noch eine Erstversorgungsfahrt nach Palafrugell ins „Carrefour“ und anschließend essen wir noch ein wenig aus Heinos und Birgits Garten, die diesen geplündert haben, nur um uns zu versorgen.
Anschließend stoßen noch Petra und Belly auf uns, die mit dem Wohnmobil unterwegs und inzwischen auch hier eingetroffen sind.
Der Abend zieht sich nicht länger hin, weil alle ziemlich geschlaucht sind und relativ früh geht´s zu Bett.
Und ab morgen wird getaucht :o))

Sonntag, 28.8.2011

Wir haben extra den Zeitpunkt unseres Treffens auf 10.30 Uhr gelegt, damit der Ansturm derer, die morgens mit dem Schiff hinausfahren wollen, bereits vorüber ist. Wir wollen uns ja gemütlich fertig machen, ordnungsgemäß ausbleien und dann einen relaxten Tauchgang unternehmen.
Unsere Gruppe besteht aus Birgit, Tru, Ruth und mir und wir sehen auch schon schöne Sachen und der Tauchgang dauert bereits mehr als eine Stunde. Belly hat bereits signalisiert, dass sie mittags ebenfalls tauchen möchte, während Petra noch mit ihrer Erkältung ringt. Belly wird absprachegemäß einen Check-Tauchgang mit Maria unternehmen, die uns erklärt, wir könnten uns ja zwanglos hinten dran hängen, sie würde mal bei den Seepferdchen vorbeischauen.

So machen wir´s dann auch und die Gruppe zieht sich zwar ein bisschen auseinander, aber Maria zeigt sich und die Bucht von der besten Seite und zeigt uns nicht nur einen Rochen, sondern auch viel Kleinzeug, Schwärme von Gelbstriemen, Barrakudas und – als Highlight – „AC/DC“, das Seepferdchen, das dieses Jahr von unserer Trauzeugin Heike entdeckt und von ihr so benannt worden ist. Auch dieser Tauchgang zieht sich wieder über eine Stunde hin und als wir zurückkommen, steht Petra schon mit Belly´s Hund „Wolke“ am Ufer und der kennt sich vor lauter Begeisterung fast selbst nicht mehr, weil Frauchen endlich wieder da ist.
Wir versorgen unsere Ausrüstung, verabreden uns für den nächsten Tag für den ersten Bootstauchgang und machen uns dann auf den Heimweg, wo wir gemeinsam kochen und einen gemütlichen – wenn auch wiederum nicht so langen – Abend verbringen, weil es uns wieder früh zu Bett zieht.

Montag, 29.8.2011

Ich habe den Wecker auf 8.00 Uhr gestellt, stelle eine Kanne Kaffee auf und hole schon mal ein frisches Chiabatta-Baguette aus dem Supermarkt. Schnell haben wir gefrühstückt und uns auf den Weg zur Basis gemacht, wo schon heftiges Treiben herrscht. Pünktlich fahren wir hinaus. Geplant ist das „Never-come-back-Riff“. Warum das so heißt ist schwer zu erklären ;o)
Aber als wir hinkommen, stellen wir fest, dass irgendjemand die Boje abgeschnitten hat und so fahren wir ein Stück zurück zum „Cala Nova“, „outside“, wie Tom es nennt. Hier tauchen Ruth, Birgit und Tru zusammen und ich habe Belly bei mir. Wir machen einen gemütlichen Gang, sehen schöne Gorgonien und finden eine große Languste und ein wenig Gedränge gibt es nur vorm Ausstieg, weil ein jeder noch seine 3 Minuten am Deko-Seil, beziehungsweise der Ankerleine, abreißen will. Auf unserem Balkon gibt es einen kleinen Imbiss aus den Resten des Vorabends und dann fährt Ruth mit Belly, Petra und Wolke nach Palafrugell um ihnen dies zu zeigen und ich schreibe ein wenig Bericht, bevor ich mich mal auf´s Ohr haue um endlich mal auszuschlafen.
Für ½ 4 Uhr sind wir für den nächsten Tauchgang verabredet.

Es wird wieder ein gemütlicher Gang ohne große Highlights, aber sehr gemütlich und entspannend. So relaxed, dass ich bei Petra erst nach der Luft schaue, als sie noch 80 bar auf der Flasche hat, aber für einen gemütlichen Rückweg reicht dies allemal.
Wir verstauen gemütlich die Ausrüstung und machen uns auf den Weg Richtung Heimat, bevor Ruth, Heino und ich für den Abend noch einkaufen. Dies dauert ein bisschen, weil wir erst im zweiten Supermarkt Grillkohle finden.
Aber dann geht´s nach Hause. Petra und Belly stoßen zu uns. Sie haben Tomatensalat gemacht und bringen Kartoffeln mit. Die Kartoffeln stellen wir auf, während der Fisch bereits im Backoffen schmort und erst recht spät kommen wir zum essen.

Dienstag, 30.8.2011

Wir waren etwas nachlässig mit dem Eintragen des Bootstauchgangs für den nächsten Tag und werden daher von der Basiscrew auf die zweite Bootsausfahrt komplimentiert. Deshalb nutzen wir die Gelegenheit, vorher nach Palafrugell zu fahren und den Fischmarkt zu besichtigen und ein Frühstück einzunehmen.
Das Frühstück ist zwar geschmacklich sehr gut und wir nehmen es auf dem Placa ein, aber auch preislich hochwertig :). Dafür hätte man schon ein frisches bekommen ! Aber man gönnt sich ja sonst nichts.
Nach dem Frühstück besorgen wir den Fisch für´s Abendessen und fahren dann so rechtzeitig zurück, dass wir pünktlich zum Treffen für den 2. Bootstauchgang aufschlagen.

Mittwoch, 31. August 2011

Heute sind wir wieder bei der ersten Gruppe dabei. Petra will ihren ersten Bootstauchgang machen. Von der Bootstour ist sie recht angetan, weil man die Flasche während der Fahrt hinten aufsetzen kann. Bei mir reißt ein Fersenband an der linken Flosse, aber Ralf kann mir mit einem aus seinem Fundus aushelfen.
Ich habe ohnehin ein Reserveband von Zuhause mitgebracht, aber das ist natürlich in der Tauchtasche im Auto und kann erst mittags wieder zum Einsatz kommen. Die Tour geht zum Cala Nova und es gibt auch heute wenig Aufregendes, aber Kleinzeug und Schwärme zu sehen (incl. Barrakudas), so dass wir zufrieden aus dem Wasser kommen. Nach der Rückfahrt begeben wir uns wieder nach Hause und nehmen einen kleinen Imbiss, bestehend aus Salat und Brot und dann fahren Ruth und Birgit zum Einkaufen nach Palafrugell, weil heute Abend gegrillt werden soll und Heino geht nach Hause, währen Tru liest und ich Bericht schreibe, bevor wir uns zu einem Mittagsschläfchen zurückziehen.

Als wir gerade zum Nachmittagstauchgang aufbrechen wollen, kommt uns Tom mit Kamera und einem breiten Grinsen entgegen und erklärt, er habe gerade „Tiger“, ein quietschegelbes Seepferdchen besucht. Und auf unsere Frage, wo es sich denn befände, erklärt er anhand der Karte der Bucht, wo es genau sitzt. Wir prägen uns den Fundort ein und beschließen auf dem Rückweg dort vorbei zu schauen. Unterwegs halten wir gut die Augen offen, aber bislang haben wir noch keinen Knurrhahn gesichtet. Dafür findet sich dieses mal ein Sandaal, der vorsichtig, aber unerschrocken, seinen Kopf aus dem Sand streckt. Auf dem Rückweg, wir sind gerade an Autowrack, Motorblock und Anemone vorbei, überholt uns Martin, der einen Azubi an der Flasche durchs Wasser führt. Er steuert stracks auf das Grasbüschel zu, das Tom uns als Heimat von „Tiger“ beschrieben hat und zeigt mit dem Finger darauf. „Tiger“ ist so gelb, er springt sofort ins Auge. Wir betrachten ihn ausgiebig und legen dann zufrieden den Rest des Rückwegs zurück.
Nach dem Tauchgang springen wir in den Pool, nachdem ich den Grill angeworfen habe und der Abend vergeht überwiegend mit essen. Zum Abschluss machen wir noch einen Spaziergang zum Strand, wo „Wolke“ uns mit Schwimmeinlagen und Sandrollen beeindruckt. Ruth und ich lösen noch ein paar Kreuzworträtsel aus der „Rentner-Bravo“ und legen uns dann auch schlafen.

Donnerstag, 1. September 2011
Geplant war „El Furio“ als morgendliches Ziel, aber als wir vorbeikommen, ist dort schon was los und so fahren wir weiter, wieder zum Cala Nova, wo kein Rudeltauchen zu befürchten ist. Wir machen einen gemütlichen Gang mit Drachenkopf, schönen Schwärmen, Barrakudas, Schwämmen, die mit Krustenanemonen überwachsen sind und einem Furchenkrebs und fahren dann entspannt wieder nach Hause. Für heute Mittag ist eine Tauchpause angesetzt – und vielleicht machen wir ein wenig in Kultur.
Ein kleiner Imbiss stärkt uns und dann spielt Ruth ein bisschen auf dem Computer und ich lege mich noch mal auf´s Ohr. Danach lesen wir gemeinsam Ruths Tauchcomputer aus und schauen uns das Ergebnis an. Man kann die Angaben leicht auch noch ein bisschen personalisieren.

Dann faulenzen wir noch herum, bevor wir eine Tour Richtung Bagur unter-nehmen. Tru möchte sich erholen und bleibt Zuhause.
Zunächst besuchen wir das Castell, von wo aus die Aussicht gewohnt schön ist, auch wenn heute die Wollen ziemlich tief hängen. Und die Islas Medas sind im Dunst kaum auszumachen. Dann suchen wir uns einen Parkplatz für die Altstadt und stellen fest, dass wir genau zu dem Fest zu Recht kommen, das wir bereits schon einmal genossen haben. Der ganze Ort wird gerade geschmückt und aus den Lautsprechern schallt uns bereits kubanische Musik entgegen.

Die Straßen sind diesmal geschmückt mit Badeanzügen, Badehosen, Taucheranzügen und Schnorcheln, andere Straßen mit Papierblumen, Küchensieben und gebastelten blauen Bienchen und Wölkchen. Alles sehr malerisch und die Eingeborenen sind ausgesprochen freundlich. Wir betrachten das Ganze und kommen zu der Überzeugung, dass wir das auch anlässlich des richtigen Festes nochmals betrachten sollten. Am Marktplatz essen wir ein Eis, beziehungsweise Ruth trinkt, in Ermangelung eines Eises ohne Milch, einen Orangensaft und dann machen wir uns auf den Heimweg, nicht ohne noch einen Blick auf „Sa Tuna“ und „Cap sa Sal“ geworfen zu haben.
Wieder zu Hause fahren wir alle zusammen in zwei Autos zum „Can Cesar“, unserer Stammkneipe, wo wir ein ausgiebiges Abendessen zu uns nehmen. Alle sind´s zufrieden und zum Abschluss machen wir noch einen kleinen Ausflug zum Hausstrand in Tamariu, den wir mit einem Bier im Biergarten der ersten Kneipe am Platz beenden.

Freitag, 2. September 2011
Heute morgen ist wieder Boot angesagt und auf der Tafel steht als Ziel „El Furio“. Wir freuen uns schon drauf, aber es steht Schwell auf der Bucht und wir müssen erst schon mal zum Boot schwimmen, bevor´s überhaupt los geht. Unsere Hoffnung auf „El Furio“ schwindet und – siehe da – wir fahren zum Brötchenriff, was sich letztendlich als Glücksgriff herausstellt, weil wir hier endlich all das sehen, was gemeinhin geboten wird: Krustentiere (incl. großer Languste), Kleinzeug, Pulpo und was das Herz sonst noch so begehrt. Wir sind zufrieden und schwimmen daher auch im Hafen gern wieder vom Boot zum Strand. Birgit, Heino und Tru nehmen bereits einen Teil ihrer Ausrüstung mit ins Appartement, weil sie morgen nach Hause wollen/müssen, während wir die Ausrüstung versorgen und davon ausgehen, dass wir am Nachmittag nicht mehr tauchen gehen, weil die Sicht in der Bucht eher mau war.

Wir machen einen faulen Nachmittag, essen die noch vorhandenen Würstchen, die wir in der Pfanne erwärmen und dazu Tomatensalat und aufgebackenes Brot.
Dann gehen wir nochmals schwimmen um uns dann landfein zu machen, weil wir ja zum Fest in Bagur wollen.
Für ¼ vor 7 Uhr ist die Abfahrt vorgesehen.
In Bagur ist schon die Hölle los. Wir finden mit Mühe einen Parkplatz vor den Toren der Stadt und wandeln ins Innere, wo man sich durch die Menschenmassen drücken muss. Das Alles aber geschieht bei guter Stimmung und viel lauter, stimmungsvoller, kubanischer Musik. Wir betrachten uns die schön geschmückten Straßen und erwerben handgemachte Schokolade. Daneben haben die Mädels reichlich Gelegenheit, schöne Sachen in den Schaufenstern und Geschäften zu betrachten, und auch wir besuchen diverse Galerien. Birgit fürchtet, sie könne verhungern und fragt immer mal, wann wir denn was essen wollen. Dann müssen wir uns mal hinsetzen, weil Heino Probleme mit dem Rücken bekommt und dabei entscheiden wir dann, dass wir nach Hause fahren und dort speisen. So machen wir´s und so klingt der Tag gemütlich aus.
Prophylaktisch verabschieden wir uns schon von Birgit und Heino, weil sie früh fahren wollen und wir ja dann schon wieder in das eklige, nasse und salzige Meerchen müssen.

Samstag, 3.September 2011

Unser Wecker hat verschlafen, weil ich zwar die Weckzeit, aber nicht den Wecktag eingestellt habe. So ist es schon zwanzig nach acht Uhr, als ich wach werde und das Frühstück fällt eher schmal aus, beziehungsweise wird auf später verschoben. Tru wird uns heute verlassen und geht schon nicht mehr mit tauchen.
Von der Basis ist als Tauchziel „Ullastres“ angedacht, ein Tauchplatz, der in Calella „Riff 3“ heißt. Als Tauchpartner wird uns Maria zugewiesen, was uns sehr zufrieden macht, weil sie verspricht uns schöne Sachen zu zeigen. Im Gegenzug sollen auch wir zeigen, was wir finden. Wir machen einen ganz entspannten Tauchgang mit viel Kleinzeug und schönem Bewuchs und zwischendurch kommt Ade und zieht Maria an der Flosse um ihr eine seltene Nacktschnecke zu zeigen, die Maria entzückt und die sie vielfach ablichtet. Hinterher erzählt sie uns, sie habe wohl den richtigen Riecher gehabt und das richtige Objektiv für den Makrobereich mitgenommen. Die Bilder will sie uns auf unseren USB-Stick ziehen.

Wieder Zuhause machen wir eine ruhige Mittagspause, nachdem wir eine Kleinigkeit gegessen haben und dann fahren wir Tru zum Flughafen nach Gerona, weil er gegen 17.00 Uhr da sein muss und sein Flieger um 19.00 Uhr abfliegt.
Auf dem Rückweg erreichen uns Hannelore und Andreas auf dem Handy. Sie sind gerade in Cadaques und auf dem Weg zu uns. Wir verabreden uns für den Strand und beschließen, weil wir wissen, dass es sich von Cadaques aus ganz schön zieht, noch in Palafrugell einzukaufen.
Als wir gerade fertig sind, ruft Andreas noch mal an und fragt, ob sie noch etwas aus dem Supermarkt mitbringen sollen. Das ist aber nicht nötig. Wir fahren nach Hause zurück. Ich bereite ein Tomatensösschen vor und danach gehen wir zur Bucht, weil da heute die „Cantada d´havaneres“ gebracht werden (Eingeborenengesänge ohne Tanz). Es ist die Hölle los und zwischendurch fängt es an zu regnen und vor lauter Schirmen sieht man fast nichts mehr.
Dann sind Andreas und Hannelore angekommen und wir gehen zu unserer Hütte und speisen. Danach müssen wir unser Wiedersehen begiessen und der Abend zieht sich ein bisschen. Ruth meint am nächsten Morgen, wir hätten ein wenig viel getrunken :).

Sonntag, 4. September 2011

Für heute ist eine Buchtreinigung angesagt, die von der Uni in Barcelona initiiert ist. Wir kommen erst gegen 10.00 Uhr an, sind aber mitnichten zu spät. Gemütlich kleiden wir uns ein. Hannelore hat seit zwei Jahren nicht getaucht und da braucht das Ankleiden ein bisschen länger. Und dann nehmen wir Netze mit, in denen wir den Müll sammeln wollen und machen uns auf den Weg quer über die Bucht. Zwischendurch finden wir auch ein paar Highlights, wie Flunder und Sandaal. Nur die Seepferdchen sind ausgegangen.
Zuhause gibt es ein zweites Frühstück, bevor Hannelore und wir uns zum zweiten Tauchgang begeben, während Andreas eine Auszeit nimmt, weil er große Schmerzen im Fuß hat.
Ruth findet einen Rochen, den Hannelore und ich leider nicht sehen und auch die Seepferdchen sind nicht da, jedenfalls sehen wir sie nicht. Aber Hannelore ist wesentlich entspannter als am Vormittag und auch ihr Luftverbrauch hat sich bereits drastisch gesenkt. Sie ist auch recht zufrieden.

Nach der Rückkunft wollen wir einkaufen, stellen aber fest, dass der Supermarkt zu ist und entschließen uns demzufolge, wieder Heim zu fahren, Andreas zu holen und dann in unsere Stammkneipe, das „Can Cesar“ zu fahren, damit Andreas mit seinem schlimmen Fuß nicht so weit laufen muss.
Wir bekommen wieder ein gutes Mahl zusammen und der Abend ist schon fortgeschritten, als wir nach Hause kommen. Ruth und ich trinken noch gemeinsam ein Bier und legen uns dann zu Bett.

Montag, 5. September 2011

Heute stehen wir ein bisschen früher auf, weil Hannelore noch mit Nelli spazieren gehen will und vielleicht noch ein bisschen länger braucht, bis sie dann zum tauchen angezogen ist, aber wir schaffen es pünktlich zur Basis und auf´s Schiff. Die Tour geht diesmal tatsächlich nach „Ullastres“ und hier machen wir einen Wahnsinns-Tauchgang. Zunächst begegnen wir einem großen Schwarm Barrakudas, gefolgt von Franzosendorsch und großen Schwärmen von Mönchsfischen, Brassen und Fahnenbarschen und dann – vier Mondfische im Schwarm !!! In den Spalten diverse Krebse und dann einen großen, frei schwimmenden Pulpo.

Als wir wieder an Bord kommen, will es zunächst niemand glauben. Aber dann kommen immer mehr zurück, die ebenfalls die Mondfisch-Invasion beobachtet haben – und schließlich glauben es sogar Tom und Stolli. Allgemeines Neidgefühl macht sich breit. Und selbst an der Basis herrscht zunächst ungläubiges Staunen.
Andreas ist auch ein wenig enttäuscht, nimmt es aber relativ gelassen zur Kenntnis. Wir nehmen ein zweites Frühstück und machen uns nach kurzer Pause, wiederum ohne Andreas, zunächst auf den Weg nach Platja d´Aro, wo wir bei der Firma Decatlon nach einem Lycra-Anzug für Ruth und Hannelore suchen, die beide nicht gut in ihren Tauchanzug kommen. Hier finden wir zunächst nichts und werden weiter verwiesen an die Firma Cressi, die aber offensichtlich bereits seit der letzten Saison schon nicht mehr existiert. Also fahren wir weiter nach Estartit, wo wir erst einmal den Ort erwandern und dann in der Nähe des Hafens in einem Tauchshop tatsächlich fündig werden. Anschließen wandern wir noch über die „Zeil“, finden die Apotheke, die leider noch zu ist, schauen beim „Ramspeck“ rein und essen noch ein Eis, bevor wir in Richtung Heimat fahren, vor Toroella de Montgri noch Lebensmittel einkaufen und eine weitere, offene Apotheke finden und hier die Einkäufe erledigen und schließlich in Palafrugell noch die letzten Vorräte ergänzen.

Als wir wieder Zuhause sind, fahren wir das Auto in unsere Tiefgarage (!), weil ich erst vorhin gelernt habe, wie das Tor aufgeht.
Als wir oben ankommen, ist Petra, die mit Belly seit Donnerstag unterwegs war, wieder aufgetaucht. Wir machen daher noch ein wenig mehr Abendessen, damit alle satt werden und Andreas muss schon wieder schuften, indem er Kartoffeln schält, während ich versuche, meinen Bericht weiter zu schreiben. Zwischendurch haben wir gemeinsam noch ein kleines Softwareproblem gelöst, weil meine Statistik nicht mit der Gesamtzahl meiner Tauchgänge übereinstimmte. Hier zeigt sich wieder einmal, wie wichtig es ist, genau zu formatieren und nicht irgendwo ein „Blank“ zwischenzusetzen. Da wir jetzt fast schon vollzählig sind, müssen wir die Tische zusammenstellen, damit alle Platz haben. Und schließlich gibt es Abendessen und wir warten auf Vicky und Klaus, die heute noch zu uns stoßen wollen. Sie haben zwar bereits vom Flughafen in Barcelona aus angerufen, dass sie jetzt losfahren, aber bis sie schließlich da sind, zieht es sich schon noch. Und dann sitzen wir zusammen und babbeln noch dummes Zeug und freuen uns, dass es uns so gut geht.

Dienstag, 6. September 2011

Gestern haben wir uns nicht für das erste Schiff eingetragen und so sind wir heute auf dem zweiten dran. Das gibt uns Zeit und Gelegenheit ausgiebig zu frühstücken und dann erfahren wir, dass die zweite Bootstour nach Bagur geht.
Spontan fällt uns der große Hummer ein, der dort nach wie vor leben soll und wir freuen uns darauf. Allein die Bootstour ist schon sehr schön, fährt man doch ein ganz schön langes Stück die Küste entlang und kann Formationen und Baulichkeiten betrachten. Und schließlich sind wir da und springen ins Wasser. Der Fels beginnt bei 12 Meter und dann fallen wir in der ersten Spalte auf eine große Muräne, die ich – nahezu zeitgleich mit Ade – entdeckt habe. Wir fangen schnell Petra ein, die sich einer anderen Gruppe anschließen will und dann geht unser Tauchgang weiter. Wir steigen zügig ab und dann – welch Highlight – erneut ein Mondfisch, der gar nicht scheu ist und beinahe Ruth und Petra umschwimmt, so nah ist er. Und dann geht es Schlag auf Schlag: Gabeldorsche, Langusten, Muränen und Kleinzeug in loser Folge und das bis in größere Tiefen.

Unsere Mannschaft will sich gar nicht mehr wegbewegen, während ich, weil ich mir bewusst bin, dass viel Deko auf uns wartet, auf zügigen Aufstieg dränge.
Und schließlich sind wir wieder oben, müssen aber 10 Minuten auf 3 Metern dekomprimieren. Und an Bord schaut man wieder ungläubig ob des von uns erneut erblickten Mondfisches. Die Rückfahrt ist fröhlich und Zuhause erzählen wir wieder von unserer Tour, nehmen einen kleinen Imbiss und dann müssen wir schon wieder zur Basis wegen unseres zweiten Tauchgangs.
Den machen wir diesmal mit Andreas und auch der zweite Gang zieht sich, weil wir diverse Sachen finden und damit einen Pulpo über längere Zeiträume zum spielen bewegen.
Anschließend zieht Maria uns die Bilder unseres Tauchgangs von der letzten Woche auf die externe Festplatte und wir gehen nach Hause, wo bereits die Vorbereitungen für das Abendessen laufen. Ich springe kurz in den Pool, mache mich dann landfein und schreibe noch ein bisschen Bericht.
Petra und Belly haben ein hervorragendes Abendessen arrangiert und bereits die Vorspeise ist Klasse. Dann gibt es Tortillas von „Dr. Oetker“ – soll heissen – fertig und nur zum warm machen und Scampi und zum Nachtisch Törtchen und Feigen. Insgesamt also zum satt werden. Dazu wird Rosé und Tinto gereicht und wir haben noch zwei Flaschen Freixenet, der auch noch den Weg alles Irdischen geht.
Und schon wieder wird´s ein bisschen später…

Mittwoch, 7. September 2011

Ich hole heute das Brot bei dem neuen Bäcker, aber der Weg über den Parkplatz und dann den Hang hoch ist abenteuerlich. Dafür ist das Brot günstig. Kaffee habe ich gleich aufgesetzt und als ich beginne, den Tisch zu decken, kommt Hannelore mit Nelly von der Morgentoilette zurück und hilft mir. Frau Mutter lässt mich heute durchklingeln und deshalb beschließe ich nachher noch mal anzurufen. Wir begeben uns zur Basis und machen uns fertig. Belly kommt etwas später, aber es reicht noch und ich erreiche jetzt auch meine Mutter. Sie erzählt, es sei noch richtig duster gewesen am morgen und sie hätte vorhin noch geschlafen und sich erst mal sortieren müssen. Sonst ist alles in Ordnung.

Unsere Bootstour führt heute zu „Cala Nova“ und der Tauchgang von gestern ist natürlich nicht zu toppen, obwohl die Sicht gut ist und wir schöne Schwärme, Zackenbarsche, Nacktschnecken, einschließlich großer Meerzitrone und einen großen Drachenkopf treffen. Mondfische sind leider aus.
Nach der Rückkehr fahren wir unmittelbar zum Einkaufen nach Palafrugell, betrachten das Örtchen und kaufen die Kaninchen für´s Abendessen ein, die Vicky für uns zubereiten will.
Dann bekommt Ruth noch ihren Kaffee im „Fraternité“, wo sie bereits seit Jahren mal hin will. Dann nagen wir Zuhause noch eine Kleinigkeit und schließlich geht´s wieder zur Basis zum Landtauchgang.
Vicky und Klaus wollen nur schnorcheln, Hannelore macht einen Urlaubs- Nachmittag, aber Ruth, Andreas, Petra und ich machen uns auf den Weg. Maria treffen wir am Ausstieg und sie erklärt uns, wo wir „Tiger“ finden können. Außerdem erzählt sie uns, sie hätte einen Seehasen gesehen, direkt hinterm Rohr im 3-Meter-Bereich. Den finden wir nicht mehr, aber Klaus erzählt hinterher, er hätte ihn im direkten Uferbereich gefunden. So weit waren wir aber nicht. Dafür findet Ruth „Tiger“ nach etwas längerer Suche und den Rest verbringen wir in gemütlichem Tauchen. Ein Pulpo verprügelt eine Brasse, eine Brasse frisst einen toten Hornhecht und es gibt viel Kleinzeug zu betrachten. Wir sind erstaunt, als wir feststellen, dass beim Ausstieg tatsächlich 72 Minuten vergangen sind. Fast haben wir schon ein schlechtes Gewissen, weil wir möglicherweise zu spät gekommen sein könnten, aber dann kommt Tom noch im Taucheranzug um die Ecke und auch gerade vom Tauchgang und damit hat sich unser schlechtes Gewissen erledigt.
Wir machen uns fertig und als wir Zuhause ankommen, sind schon wieder die Abendessensvorbereitungen in vollem Gange. Ich lese noch den Computer aus und schreibe dann weiter Bericht, während Ruth noch duscht. Das habe ich bereits hinter mir.

Schon bald durchziehen leckere Düfte das Haus und ich merke, dass ich ganz schön Kohldampf habe. Und bis das Kaninchen so weit ist, wird es sich noch ein bisschen ziehen.
Als es endlich so weit ist, gibt es als „Vorneweg“ einen leckeren Toast, speziell im Backofen überbacken. Als ich das zweite Blech aus dem Ofen holen will, stürzt das gute Stück ab und ich habe die zwei letzten Toaste gleichmäßig über den Küchenboden verteilt. Das ist mir sehr peinlich, von den übrigen wird es aber sehr gleichmütig zur Kenntnis genommen.
Das Abendessen ist sehr reichhaltig und schmackhaft und zieht sich lange hin. Weil wir alle ziemlich vollgefuttert sind, machen wir anschließend noch einen Gang zum Strand und betrachten das Meerchen im Mondschein. Das muss dann wieder reichen bis Oktober – dann kommen wir ja mit der Jugend nochmals her.
Und bis wir im Bett liegen, ist es schon wieder zwölf.

Donnerstag, 8. September 2011

Unter dem Gemurre mehrerer Beteiligter nehmen wir wieder das erste Boot (es gibt nur eines) und fahren nach Ullastres, heute allerdings ohne Mondfisch und Rochen, obwohl Maria behauptet hat, sie habe extra angerufen und beides bestellt. Aber die Sicht ist gut und Kleinzeug gibt es ja immer zu betrachten. Schließlich sind wir insgesamt 44 Minuten unterwegs und haben geschickter Weise unsere Sitzplätze sowohl bei der Hin- und Rückfahrt so gewählt, dass wir zur Landseite hin sitzen und die Küstenformationen betrachten können.
Zu Hause gibt es ein zweites Frühstück und dann ein Mittagsschläfchen.

Gegen 5 Uhr sind wir schließlich alle soweit fertig, dass wir uns allesamt in Richtung Bagur auf den Weg machen können. Wir fahren die Küstenstraße und erfreuen uns wieder an der malerischen Landschaft. In Bagur angekommen, wandern wir zunächst ein wenig durch´s Örtchen und zeigen den Anderen die architektonischen Kleinodien, die wir bisher schon kennengelernt haben. Dann nehmen wir den Schweiß treibenden Weg bergan zum Castell, von wo aus wir wieder den wunderschönen Rundum-Blick genießen. Heute ist die Sicht zu den Islas Medas auch vollkommen ungetrübt. Dann geht´s gemütlich wieder den Berg hinab und für 20.00 Uhr haben wir als gemeinsames Ziel „Pati Blau“ auserkoren, wo wir mit Birgit und Heino bereits einmal ein Abschluss-Wässerchen genommen haben. Heute sitzen wir allerdings hinten im Garten, wo wir einen Tisch für 8 Personen ergattert haben. Das Ambiente sieht eleganter und teurer aus, als es sich letztendlich darstellt und wir nehmen ein gutes Abendessen zu uns. Da wir mit Vicky und Klaus gefahren sind, können wir auch mal ein Bier genießen.

Freitag, 9. September 2011

Der letzte Tauchtag ist angebrochen. Nach dem Frühstück kommen wir zur Basis und – wie wir es uns schon die ganze Zeit gewünscht hatten – ist heute „El Furio“ das Ziel. Hannelore hat inzwischen schon so viel Routine mit dem neuen Anzug, dass wir nicht mehr vorab zum Anziehen an die Basis müssen. Und das Meer zeigt sich heute nochmal von seiner besten Seite: Die Sicht ist hervorragend und wir entdecken lauter sehenswerte Sachen: Pulpos, Gabeldorsche, Kleinzeug und Schwärme. Und kurz vor dem Ausstieg – direkt unterhalb des Bootes – nochmals einen kleinen Tintenfisch. Wir sind zufrieden und fahren nach Hause, wo es nochmal eine Kleinigkeit zum Nagen gibt.

Am Nachmittag kommt der unwiderruflich letzte Tauchgang für diesen Urlaub.
Wir gehen in der Bucht „spazieren“ und sehen – erstmals – alle drei momentan bekannten Seepferdchen bei einem Tauchgang. Klaus und Vicky sind zeitgleich mit uns schnorchelnd im Wasser und beinahe hätten auch sie die Biester apnoe beobachten können. Das Einzige, was uns in diesem Urlaub gefehlt hat, waren die Knurrhähne, die ansonsten häufiger zu beobachten waren.
Nach dem Auftauchen treffen wir die Vorbereitungen für die Heimfahrt, spülen ein wenig die Klamotten aus und bezahlen unsere Tauchgänge.
Für den Abend haben wir Maria und Tom zum Abendessen ins „Can Cesar“ eingeladen, wo wir einen harmonischen Abend mit viel Gelächter verbringen.
Alle sind müde, als wir schließlich wieder in Richtung Heimat fahren. Und morgen wird abgereist !

Samstag, 10.September 2011 und Sonntag, 11.September 2011

Wir stehen ein wenig später auf als sonst. Ich besorge nur ein „Torquet“, weil von gestern noch ein Brot da ist, das ich aufbacke. Wir frühstücken, packen und beladen das Auto. Petra bringt ihr Gepäck vorbei, weil sie ja mit uns nach Hause fahren will, während Belly noch in Spanien bleibt. Noch einmal verabschieden wir uns auf der Basis – bis in 4 Wochen – und dann geht´s um 11.30 Uhr los…
Bis zur französischen Grenze geht´s auch ganz gut, aber ab da staut es bis zur nächsten Ausfahrt, die wir nehmen – und dann fahren wir neben der Autobahn her, nehmen auch nicht die Strecke über Orange und Lyon, sondern quer durch´s Massif Central an Clermont Ferrand vorbei. Man hat das Gefühl, die Distanz wird überhaupt nicht geringer, aber schließlich gelangen wir wieder auf deutsches Terrain. Beim Spritpreis haben wir uns leider verschätzt – Diesel ist hier genauso teuer, wie in Frankreich – aber dann gibt es kein Halten mehr. Schneller als bisher düsen wir in Richtung Heimat. Fahrerwechsel findet nur noch fliegend statt und gegen ½ 7 Uhr liefern wir Petra in Mühlheim ab, holen an der Tankstelle in Bruchköbel noch ein paar Frühstücksbrötchen und Punkt 7.00 Uhr – die Kirchenglocke begrüßt uns – rollen wir in den Hof, lassen alles im Auto und legen uns erst einmal für ein paar Stündchen auf´s Ohr.

Zugegebenermaßen war die Ausschreibung etwas spät herausgekommen, aber dieses Jahr war alles ein wenig gedrängt und wir hatten auch sonst zu so gut wie nichts Zeit. Aber dass sich auf unsere Mitteilung fast gar niemand gemeldet hat – nun ja, nicht jeder ist ein Vereinsmensch, aber ein Zweizeiler hätte ja gereicht, selbst, wenn man nicht teilnehmen will.

Gemeldet hatten sich diejenigen, die weit weg waren und die auch bedauerten, dass sie nicht teilnehmen konnten. Aber eine Familie war komplett dabei – und wir hatten jede Menge Spaß.
Geplant hatten wir eine Tour rund um Hammersbach, weil es hier viel schöne Landschaft und sogar noch was zum Gucken dabei gibt.

Treffpunkt war um ½ 1 Uhr mittags auf dem Parkplatz hinter dem alten Rathaus und das Wetter spielte auch kräftig mit. Wir hatten 25 ° Celsius und einige der Teilnehmer waren ziemlich „overdressed“, hatten sie doch auch noch ein Jöppelchen dabei, das man bei Sturm und Kälteeinbruch hätte überziehen können.

Von hier aus ging es erst mal in westlicher Richtung am Ortsrand und dann am renaturierten Wasserlauf entlang zum Fischteich, den wir natürlich eingehend musterten, weil am Ufer Hinweisschilder standen, dass Gefahr bestünde durch Unterhöhlungen, die von Bibern verursacht sind. Wir fanden auch an diversen Bäumen Fraßspuren der possierlichen Tierchen. Nur leider kam uns keines unmittelbar und „livehaftig“ vor´s Auge. Immerhin waren auch einige Staudämme zu sehen, von denen wir aber nicht genau wussten – sind sie vom Biber, oder haben Buben sie geschaffen. Letztendlich tippten wir auf Biber.
Von hier aus wanderten wir weiter über den Baiersröderhof, der allein schon sehenswert ist und an Maisfeldern entlang, deren teils noch frische Kolben den ersten Hunger stillten. Es gab abgestorbene Bäume zu sehen mit Baumschwämmen und Hornissennester und dann mehrten sich bei der mitwandernden Jugend die Fragen, wann wir denn endlich da wären. Angekündigt war nämlich auf der Hälfte der Strecke ein Eis in einer eigens dafür angebrachten Diele.

Der Versuch zwischenzeitlich einen Traktor, der uns überholte, und der schon mit einem Paar, zwei Kindern und Hund besetzt war, dazu zu bringen uns auch noch mitzunehmen, scheiterte. Aber als wir an der Eisdiele ankamen, stand der Traktor bereits vor der Tür und die Leute waren auf die gleiche Idee gekommen, wie wir – sie wollten auch Eis essen.
Es gab diverse leckere Sorten. Hinterher nahmen wir noch einen Espresso und dann machten wir uns – jetzt schon mit etwas müden Beinen – auf den langen und steinigen Weg in Richtung Heimat. Unser Weg führte uns jetzt über die „Hohe Straße“, einen Weg, den bereits die Römer genutzt haben und der in späteren Zeiten als Handelsweg im Gebrauch war. Dies allerdings zu Zeiten, als Kinzig- und Maintal noch ziemlich sumpfig und daher höher gelegene Wege angesagt waren.

Zurück zu Hause hatte sich inzwischen bereits wieder ein Hungergefühl breitgemacht, so dass wir uns ins Auto setzten und den kurzen Weg in Richtung Oberau auf uns nahmen, wo wir im Gasthaus „Zum Stern“ beim Kautz jeder noch einen Hackbraten mit Bratkartoffeln und Salat zu uns nahmen (für Melanie allerdings einen „Seniorenteller“, weil sie nicht so viel essen wollte).
Und recht frühzeitig machten wir uns dann wieder auf den Heimweg, nicht ohne festzustellen, dass all diejenigen, die nicht teilgenommen haben, wirklich etwas versäumt hatten.

Montag 6.9.2010

Es war wie immer – vor der Fahrt hat sich wieder alles zusammengeballt und das Packen kam etwas zu kurz. So war wieder alles auf den letzten Drücker zu erledigen. Am Freitag bin ich dann noch nach Alsfeld gefahren, weil ich am Samstag 60 stes Jahrgangstreffen der Alsfelder hatte und vorher noch ein paar Schriftlichkeiten bei meiner Frau Mutter zu erledigen waren.
Dann habe ich mich relativ frühzeitig vom Altherren- und Damentreffen verabschiedet, damit ich am nächsten Tag fit wäre unter anderem auch Fahrdienste in Richtung Espana zu übernehmen.
Dann war endlich alles im Auto und wir hatten uns so zeitig auf den Weg zum Treffpunkt an der Rennbahn begeben, dass wir stressfrei und gemütlich Richtung Frankfurt fahren konnten.
Als wir auf der Höhe von Steinheim waren, fragte Ruth kostenlos und unverbindlich, ob ich denn auch die restliche Verpflegung aus dem Kühlschrank mit eingepackt hätte. Hmmm – alles mögliche, was außen herum gelegen hatte, war natürlich ordnungsgemäß mitgekommen.

Aber der Kühlschrank – da lagerten noch ein paar wichtige Sachen. Das heißt, wir wurden schlagartig schneller und der Geschwindigkeitsanzeiger unseres Autos bewegte sich in Richtung 200 (wenn wir denn so schnell könnten ... ;o)).
Zwischendurch rief noch Stefan an, weil er nicht genau wusste, wo wir uns treffen wollten und wir erklärten es ihm und teilten bei der Gelegenheit mit, dass wir ein paar Minuten später kommen würden, weil wir ja außerdem noch bei Kretzschmars vorbei mussten um ein Jacket für Ruth zu holen, weil ihr eigenes sich anlässlich des Jugendgrillens am Faltenschlauch aufgelöst hatte und so schnell kein Nachschub zu besorgen war.

Schließlich war es erst 3 Minuten nach 7.00 Uhr (Treffen wäre um Punkt 7.00 Uhr gewesen), als wir schließlich eintrafen – aber jetzt war Urlaub und es kam nicht mehr auf jede Minute an.
Wir düsten in Richtung Süden und brauchten für die gesamte Strecke bis zum nächsten Morgen um 9.00 Uhr – mit Pausen und obwohl sich Michas Navi zwischenzeitlich mal verschluckt hatte und alle 10 Sekunden mitteilte, dass wir in ... Metern von der Autobahn abfahren sollten. Aber schließlich führte es uns über eine malerische Strecke bis kurz vorm Ziel – und den Rest kannten wir dann selbst. Zwischenzeitlich ereilte uns ein Anruf von Silja und Micha, die die Basis nicht gefunden hatten und die uns vorm Ortseingang von Calella am Kreisel erwarteten. Und dann fielen wir allesamt an der Basis ein, wurden freundlich von Tina empfangen, die uns die Crew vorstellte und uns mit den Eigenheiten des Tauchens vor Ort bekannt machte. Schließlich trafen wir noch Rudi, den ehemaligen Skipper, worüber wir uns sehr gefreut haben.
Als wir schließlich die Schlüssel für die Appartements bekamen, legten wir uns ein wenig zu Bett, nachdem wir noch ein frisches Croissant verspeist hatten und machten dann eine größere Versorgungsfahrt in den Supermarkt in Palafrugell. Und nach der Rückkehr machte ich unser heiß geliebtes Nudelessen mit Spaghetti-Sößchen, von dem Ruth und ich uns erst erholt hatten, als wir einen kleinen Spaziergang durch den Ort unternommen haben.
Der Abend war nicht lang, weil wir alle noch ziemlich geschafft waren und wir lagen früh im Bett, im Bewusstsein, dass uns morgen ein –hoffentlich- schöner Tauchgang beschert sein möge.

Dienstag, 7.9.2010

Ich habe uns den Wecker auf 7.40 Uhr gestellt, damit wir noch ein kleines Frühstück auf die Beine stellen, bevor es zum Tauchen geht. Der Supermarkt hat noch nicht auf und ich gehe zu unserem alt eingesessenen Laden im alten Ortskern, wo ich acht Croissants und Brötchen besorge. Die Croissants sind für gleich, die Brötchen für später. Als ich zurückkomme, decken wir den Tisch und machen uns nach dem Frühstück auf den kurzen Weg zur Basis, wo wir vom Basismeister Kevin eine Kurzeinweisung in die Feinheiten des Flaschenholens und –überprüfens bekommen. Irgendetwas an seiner Art erinnert mich unglaublich an seinen Vorgänger Rolf – und auf entsprechende Nachfrage bestätigt er, dass er Rolfs Sohn ist – geradezu unglaublich, wie ähnlich sich Vater und Sohn sind.
Unsere erste Ausfahrt führt uns nach Montiell, dem Brötchenriff. Micha K. hat Pech – ihm ist von der Ausfahrt schon nicht gut und als er abtauchen will, bemerkt er, dass auch das nicht funktioniert, weil er die Stirnhöhle zu hat und heftige Stiche in der Stirn den Tauchgang verhindern.
Wir hingegen besuchen den Fels und schauen uns erstmals wieder um. Der Conger sitzt wie immer an derselben Stelle und es gibt auch sonst einiges zu sehen. Es ist nicht so tief und jeder kann kontrollieren, ob das mit der Ausrüstung schon passt.

Als wir zurück sind, setzen wir uns erst wieder auf unseren Balkon zum zweiten Frühstück, machen ein kurzes Nickerchen und als wir wieder zur Basis kommen, hat sich eine starke Welle aufgebaut, die verhindert, dass wir unseren zweiten Tauchgang vom Strand machen. Also ziehen sich ein paar von uns die Anzüge an und hopsen in die Wellen, was viel Spaß macht und von denen, die am Strand geblieben sind, mit Freude und Interesse beobachtet wird. Tru ist ohne Anzug unterwegs und als ihn die letzte große Welle nochmals beutelt und er aus dem Wasser steigt, hat er den halben Strand in der Hose, was köstlich anzuschauen ist.

Dann machen wir uns frisch und schön und fahren nach Palafrugell, wo wir den Ort besichtigen und Ade, die Basis-Fee von Tamariu, treffen, was uns sehr erfreut. Ein paar ergänzen ihre Ausrüstung und der Rest versucht eine Politesse davon abzuhalten uns mit einem Strafknöllchen zu überziehen, weil die Parkzeit bereits 10 Minuten abgelaufen ist.
Es ist bereits nach 8.00 Uhr, als wir wieder Zuhause eintreffen und Micha P. Bratkartoffeln und Schnitzel mit Käse überbacken für uns zubereitet.
Dafür wird heute der Abend etwas länger und erst gegen 1.00 Uhr kommen wir ins Bett.

Mittwoch, 8.9.2010

Heute ist das Verfahren schon ein wenig eingespielt und der Kaffee ist bereits in Vorbereitung, als ich mich auf den Weg zum Croissantholen begebe. Wir versorgen uns mit einem „Petit Dejeuner“ und machen uns dann wieder auf den Weg zur Basis. Heute geht es zum Riff I, das wir in sehr guter Erinnerung haben. Die Anfahrt ist sehr kurz und wir warten vor Ort erst mal ab, bis sich das Chaos an Bord ein wenig verflüchtigt hat. Es herrscht Strömung aus südlicher Richtung und wir hängen ein bisschen wie die Fähnchen im Wind, bis wir schließlich beisammen sind – Silja ging´s nicht so gut und sie ist wieder ausgestiegen und Jürgen hat seine gestern neu erworbene Maske beim Sprung in´s Wasser als erstes verloren und sich von Bord eine weitere geben lassen.
Aber ansonsten gibt es viel zu sehen. Barrakudaschwärme und Kleinzeug gibt es viel zu sehen und wir machen einen schönen Tauchgang bei guter Sicht. Die Rückfahrt gestaltet sich problemlos und danach gibt es ein zweites Frühstück und wir relaxen ein wenig. Urlaub halt, wie er sein soll.

Und mittags machen wir einen Tauchgang von Land aus, der uns ein wenig enttäuscht, weil nicht so viel zu sehen ist, wie wir eigentlich erwartet hatten. Aber auch dieser Tauchgang ist ganz entspannt und Micha K. meint, das wäre genau das gewesen, was er sich für hier so vorgestellt hatte.
Dann machen wir uns landfein und fahren erst nach Palafrugell um ein Lämpchen zu erwerben, das Ruth gestern gesehen hat und dann kaufen wir noch ein paar Grundnahrungsmittel ein (das Bier ist schon wieder alle) , woraufhin wir uns zum Can Cesar begeben, wo wir die Speisekarte einmal hinauf und hinunter bestellen, bis buchstäblich auch der Letzte gesättigt ist (was gar nicht so einfach ist – Namen wollen wir hier nicht nennen.. ;o) ).
Wieder Zuhause gibt es noch eine winzigen Absacker und dann schlafen wir den Schlaf der Gerechten.

Donnerstag, 9. September 2010

Heute können wir ausschlafen, weil wir das Riff III gebucht haben, das erst um 12.00 Uhr angefahren wird. Ich gehe mit Silja und Jürgen tauchen, was sich etwas schwierig gestaltet, weil Silja Probleme mit dem Druckausgleich hat, Jürgen bereits bei den Anderen unten ist und ich dazwischen hänge, weil ich auf Silja warten will. Aber dann funktioniert´s recht gut und wir machen einen gemütlichen Gang mit allem, was so sein soll.
Auf der Fahrt zurück fragt der Skipper, ob wir am Mittag wieder mit auf´s Boot wollen, weil die Tour nach Tamariu-Felsen gehen soll. Spontan sagen wir zu. Das zweite Frühstück fällt heute kleiner aus und die zweite Tour fängt gut an, scheitert dann aber an heftiger Strömung. Das führt dazu, dass wir spontan den Platz wechseln und wieder zum Brötchenriff fahren.
Und hier sind wir überaus überrascht, weil es wesentlich mehr zu sehen gibt, als beim letzten Mal. Im Conger-Loch sitzt zwar nur eine Muräne und kein Conger, aber dann geht´s Schlag auf Schlag: wir sehen Pulpo, Drachenköpfe, Franzosen-dorsche, Knurrhahn, Conger und Muränen, machen eine spektakuläre Rettungsaktion durch, weil Ruth ein Blei aus dem Jacket fällt, aber alles wird hervorragend gemeistert und sie schießt nicht nach oben, sondern kann weiter die Fischsuppe genießen.

Auf der Rückfahrt hören wir, dass ein Fischer vor kurzem nicht weit von uns einen ca. 10 Meter langen Wal gesehen hätte. Wir machen deswegen einen kleinen Schlag in die Gegenrichtung, aber auf der Rückfahrt sehen wir „nur“ einen Mondfisch, der sich an der Oberfläche sonnt – und das ist ja immerhin auch schon ganz schön.
Nach der Rückkunft gibt´s bei Marguerita ein Deko-Bierchen, dann wird geduscht und ein Teil fährt zum Einkauf des Abendessens nach Palafrugell, während Silja und Ruth die bestehenden Vorräte aufarbeiten und ich die Bilder auf den Rechner ziehe, Logbuch führe und diesen Bericht schreibe.
Und dann warten wir auf das Abendessen...

Es gibt Dorade und Salat und für die, die keinen Fisch mögen, entweder Brot mit Belag, oder Lasagne. Endlich sind alle gesättigt und schließlich machen Silja, Ruth und ich noch einen kleinen Gang durch´s Örtchen, holen uns noch ein Eis und babbeln ein bisschen dummes Zeug. Tja, wenn die anderen nicht mit wollen ...

Freitag, 10.9.2010

Wir glauben kaum, dass die Zeit schon wieder so weit fortgeschritten ist. Für heute ist Bagur angesagt. Nach unserer Erfahrung ein tiefer Tauchgang, an dem Stefan von Seiten der Basis nicht mittauchen darf, obwohl Micha seinen Charme einzusetzen versucht hat. Micha K. möchte aus gesundheitlichen Gründen nicht so lange so tief, so dass wir nur zu fünft unterwegs sind. Aber dann spielen Wind und Strömung nicht mit und zunächst fällt auch noch Tamariu-Riff ins Wasser, weil´s hier zieht wie Sau und unser Schlauchboot einen Angriff gegen uns fährt. Also drehen wir und fahren gemütlich – weil mit den Wellen – zu Riff I, wo es dann wieder einiges zu sehen gibt. Unter anderem eine große Languste. Ruth macht, eigentlich wie immer , den Lumpensammler und ist am Ende des Gangs gefrustet, weil sie „immer nur Köppe“ sieht. Aber Besserung ist versprochen und angesagt ! Für den Nachmittag steht „La Pedrosa“ auf dem Plan – und hier sollen wir zwei ganz alleine tauchen dürfen, während die anderen sich miteinander vergnügen.
Pedrosa haben wir noch gut in Erinnerung, weil wir das in früheren Zeiten als „Aquarium“ im Gedächtnis haben. Aber letztlich wird es dann doch Mentrill (unterhalb von San Sebastian). Das macht aber nichts, weil wir auch hier einen ganz entspannten Nachmittagsspaziergang hinter uns bringen. Wir sehen diverse riesige Flächen, an denen Rochen geruht haben müssen, aber zu sehen ist keiner. Dafür erfreuen wir uns an viel Kleinzeug.

Und als wir schließlich alle wieder auf dem Boot sind, sind alle zufrieden. Jürgen, der neulich seine neue Maske verloren hat, hat eine andere gefunden und ist ganz froh. Wir düsen wieder nach Hause, kleiden uns um und nehmen das obligate Deko-Bierchen zu uns.

Dann gibt’s, schon etwas später, Abendessen und danach machen Silja, Ruth, Micha K. und ich noch einen Spaziergang nach Llafranch, wobei wir feststellen, dass die Beine doch schon ein bisschen müde sind. Als wir zurückkommen, kann Micha nicht in sein Appartement, weil das Tor vorm Haus abgeschlossen ist und er hierfür keinen Schlüssel hat. Aber Micha steigt über den Balkon und klopft, bis Stefan ihn erhört und das Tor aufschließt. Zur Not hätte er auch in unserer Küche nächtigen können... ;o))

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