Es war wieder einmal soweit – die Tauchsachen hatte ich bereits am Sonntag, die Technik und die übrigen Klamotten hatten wir gemeinsam am Montag gepackt, weil Ruths Vater am 12.8. Geburtstag hatte und wir morgens früher ´raus mussten, um abends nicht mit zwei Autos nach Wetzlar fahren zu müssen. Also ließ Ruth mich in Dörnigheim am Bahnhof raus und fuhr weiter nach Bad Homburg, wohin ich dann nach Dienst mit der S-Bahn fuhr. Und dann ging´s weiter zur Geburtstagsfeier – mit der Aussicht, am nächsten morgen früh raus zu müssen.

Mittwoch, 13.August 2014
Um 6.00 Uhr klingelt der Wecker und wir frühstücken nur eine Kleinigkeit und packen die Verpflegung für den heutigen Tag ein. Dann machen wir uns auf den Weg Richtung Autobahn, nicht ohne beim Bäcker nochmal anzuhalten und die entsprechenden Zutaten zur Verpflegung zu besorgen. Als wir kurz vor 9.00 Uhr in Langen ankommen, begrüßen wir zunächst die bereits Bekannten und stellen uns den Neulingen vor. Nachdem der Bus beladen ist, kommen wir gegen 9:20 Uhr los und bekommen von Max und Kathi erst einmal ein paar warme Worte zum Ablauf erzählt.
Wir sind redlich müde und ruhen erst einmal noch ein bisschen. Der Busfahrer hält seine regulären und vorgeschriebenen Pausen ein und das Wetter spielt – jedenfalls bisher – einigermaßen mit. Dann fängt´s an zu regnen und als wir an Regensburg vorbeifahren, sind wir der Meinung, es hätte jetzt genug geregnet. Nur – das Wetter hält sich nicht dran und es regnet weiter. Die Tour wird mit einigen Spielchen kurzweilig gestaltet. In Bad Goisern machen wir eine letzte Zwangsrast, weil Nico, unser Fahrer, nochmals Pause machen muss und nutzen die Gelegenheit, das Trinkwasser und frisches für´s Wochenende zu bunkern.
Am Grundlsee angekommen, stößt noch Melanie zu uns, die mit ihren Eltern im sonnigen Süden war. Wir laden unsere Flaschen an der Tauchbasis aus, damit sie bis morgen früh wieder gefüllt werden und begeben uns dann zum Jugend- und Familiengästehaus, wo wir – wie immer – freundlich begrüßt werden. Es gibt Abendessen, die Zimmer werden zugeteilt und dann treffen wir uns nochmals zum allgemeinen Begrüßungsabend. Wir gehen relativ frühzeitig ins Bett, denn es stehen uns anstrengende Tage bevor, während unsere Jugend den Abend beim Werwolf-Spiel ausklingen lässt.

Donnerstag, 14. August 2014
Es hat die ganze Nacht geregnet. Pünktlich zur Frühstück hört es jedoch auf und hin und wieder sieht es sogar so aus, als wollte die Sonne durchkommen.
Wir kommen pünktlich um 9:00 Uhr Richtung Tauchbasis los und haben die Tauchwiese quasi für uns allein, weil bei dem Sauwetter sonst keiner mehr kommt. Im Laufe des Tages wird´s zwar ein bisschen schöner, aber so richtig berauschend ist das nicht. Wir spulen das bereits am Vorabend im Wesentlichen geplante Programm ab. Jeder, der ins Wasser will, kann dies auch tun und die angefragten Prüfungstauchgänge werden ebenfalls konsequent durchgezogen. Kurz nach 5 sind wir bereits wieder im Gästehaus und können uns vor dem Abendessen noch eine warme Dusche gönnen. Wie angekündigt, gibt´s um ½ 8 Uhr die Ausbilder- und Betreuer- besprechung und um 8.00 Uhr schließt sich, geleitet von Andrew, das kleine Abendprogramm an.
Für morgen ist Gosausee angesagt und Vroni ist bereits informiert. Sie will sich ´was einfallen lassen, weil morgen in Österreich Feiertag ist und die bevorrateten Krapfen nicht für alle reichen werden.

Freitag, 15.August 2014
Unser Wecker sollte um 7:15 Uhr wecken. Er lässt uns aber im Stich und ich wache zum Glück um 7:20 Uhr auf. Da wir heute bereits um 8:30 Uhr losfahren wollen, müssen wir uns etwas sputen, weil wir auch noch die Tauchklamotten packen müssen, die wir gestern Abend zum „Trocknen“ aufgehängt haben. Aber es klappt sehr gut, weil wir zügig frühstücken und ich dann bereits vorab zum Packen gehe.
Der Himmel zeigt sich von seiner guten Seite und verwöhnt mit einem tollen Blau, nur von ein paar Wölkchen bedeckt. Aber für den Nachmittag ist´s bereits wieder anders angesagt. Die Flaschen sind schnell an der Basis eingeladen und wir fahren über den Koppenpass um zu schauen, ob genügend, oder gar zu viel Wasser in der Traun ist für das Flussschwimmen am Sonntag. Es sieht sehr gut aus.
Das Ausladen klappt mit der, inzwischen schon reichlich geübten, Kette hervorragend und nach mehreren Gängen haben wir alles zum Tauchplatz unterhalb der Seealp geschleppt. Wir melden uns bei Vroni an, die uns auffordert, im nächsten Jahr zwei Tage vor unserem Besuch Bescheid zu sagen, weil sie keine Gelegenheit mehr gehabt hat, für Krapfen zu sorgen, denn es ist ja Feiertag. Immerhin hat sie drei große Nusskuchen gebacken, so dass wir nicht leer ausgehen müssen. Und genug Milch gibt es ohnehin.
Wir verteilen uns auf der Wiese, die sehr feucht und mit Kuhfladen übersät ist.
Dann spulen wir wieder das vorbereitete Programm ab, so dass jeder, der will, ins Wasser kommt. Das klappt auch bis zum Nachmittag ganz gut und dann beginnt der angekündigte Regen und wir brechen die Veranstaltung ab. Dadurch kommen wir zeitig zur Rückfahrt und haben Gelegenheit, wie jedes Jahr im Tunnel bei Hallstatt den zum „hessischen Weltkulturerbe“ gehörenden Wasserfall mit einer „LaOla“ zu würdigen.
Die älteren unter uns nutzen die Gelegenheit für eine „Conny-Gedächtnis-Minute“, weil er schließlich Begründer der Wasserfall-Laola ist.
Wir laden unsere Flaschen wieder bei der Basis zum Füllen ab und fahren dann zur Herberge, wo wir vor dem Abendessen noch Zeit genug haben, unsere Körper von „Blut, Schweiß und Tränen“ zu reinigen.
Pünktlich um 19:30 Uhr ist wieder Ausbilder-Betreuer-Treffen und um 20:00 Uhr werden die Ergebnisse der Besprechung bekanntgegeben und das Erscheinen von Neptun mit seinem Gefolge angekündigt. Die Gesichter der Neulinge sprechen Bände. Dann schreiben die Einen Prüfung, die anderen Bericht und die Dritten spielen wieder „Werwolf“ oder begeben sich auf ihre Zimmer. Gerüchteweise legen sich auch einige zu Bett, aber ob man den Gerüchten trauen kann, ist zu bezweifeln….

Samstag, 16.August 2014
Die Prozedur „Aufstehen-Frühstücken-Packen“ ist jetzt gut eingeübt und klappt problemlos. Allerdings regnet es noch immer. Und es stellt sich ein anderes Problem. Leonie hat sich eine saftige Erkältung eingefangen. Gestern Abend schon ging es los – Frieren, Kopfweh, Unwohlsein. In diesem Zustand kann sie unmöglich mit zum Wolfgangsee , dem heutigen Tauchziel. Schweren Herzens und geplagt von schlechtem Gewissen gegenüber deren Eltern beschließt Ruth, die Krankenwache zu übernehmen und im Jugendgästehaus zu bleiben. Dort sitzt sie jetzt und denkt an Peters Jubiläumstauchgang, den Max den beiden extra gemeinsam ermöglicht hatte. Eigentlich sollte in diesem Fall die Betreuerin aus dem eigenen Verein eine solche Aufgabe übernehmen, aber die hat heute schon Anderes vor. Mittlerweile hat es aufgehört zu regnen, der Krimi ist ausgelesen. Leonie sieht schon viel besser aus und sitzt mittlerweile im Bett. Sie hat zwar noch nichts gegessen, aber getrunken und will auch bald aufstehen.
Der Rest der Mannschaft ist mit gemischten Gefühlen zum Wolfgangsee gefahren, weil auch dort, insbesondere nachmittags, schon wieder Gewitter angesagt ist. Aber wir kommen am See an und die Wiese ist zwar nass, und von oben ist´s im Moment ruhig. Also breiten wir uns auf der Wiese aus, die heute mal nicht von Kuhfladen übersät ist und ziehen unser Programm durch. Die Sicht ist durchaus nett und es gibt auch viel Fisch zu sehen. Teils nur so groß wie Fischfutter, teils auch ein bisschen größer und es werden auch große Döbel gesichtet.
Ich mache meine drei Tauchgänge, bin zwischendurch noch TLvD und gegen Nachmittag kommt nochmals kurzfristig ein richtiger Regenguss auf, so dass wir unsere
Zelte abbrechen, auf dem Rückweg noch ein bisschen einkaufen und dann zeitig im Gästehaus einlaufen, wo wir heute nur kurz die Klamotten aufhängen und keine Flaschen mehr zum Füllen geben müssen, weil´s morgen ja schon wieder nach Hause geht.
Nach dem guten und reichlichen Abendessen treffen sich die Täuflinge, denen zwischenzeitlich bekanntgegeben wurde, dass sie solche sind, um 19.15 Uhr vor der Herberge und werden mit dem üblichen Brimborium zum Taufplatz geleitet, wo sie nach Neptun rufen. Nach mehrmaligem erfolglosen Locken biegt dann tatsächlich ein Kanu um die Ecke. Darin befinden sich Neptunia (die Schwester von Neptun), sowie deren „Schlampen“, die die „Taufzeremonie“, die in Folge der kühlen Temperatur gottlob recht kurz ausfällt, durchziehen. Zum Schluss landen alle im Wasser und versuchen sich von den Ingredienzien der Taufe (Tauchtrank, Mehl, Ketchup, Ei etc.) zu reinigen. Dies gelingt allerdings, so viel kann ich aus dem reichen Schatz meiner Erfahrungen sagen, erst nach einer intensiven heißen Dusche. Nicht unerwähnt bleiben darf allerdings, dass einige der Täuflinge mit einem weniger schrecklichen Trank getauft werden, weil sie sich seit Jahren um den Erhalt der Seen, die klare Sicht und die ordnungsgemäße Ausbildung (ohne „Mulm“) bemühen.
Bei der anschließenden Nachbesprechung in der Herberge gibt es noch ein paar Hinweise auf den Ablauf des kommenden Tages mit dem beabsichtigten Flussschwimmen in der Traun. Und dann sollte eigentlich gegen 22.00 Uhr Nachtruhe eintreten. Aber um 0:30 Uhr muss noch einmal eine Delegation Betreuer ein Zimmer im zweiten Stock aufmischen, wo sie mit unschuldigsten Mienen empfangen werden („Wir haben doch gar nichts gemacht und nur auf dem Bett gesessen!“). Von unten hörte es sich allerdings an, als sei oben eine Büffelherde durchs Zimmer geheizt. Jedenfalls ist danach endlich Ruhe…

Sonntag, 17. August 2014
Heute geht´s wieder um 8:30 Uhr los. Nachdem die Lunchpakete für die Heimfahrt zubereitet sind, wird der Bus beladen und wir fahren wieder über den Koppenpass zum Einstieg an der Koppenbrüller Höhle, wo wir uns umziehen und uns dann in Gruppen auf den Weg den Fluss hinab begeben. Trotz des relativ hohen Wasserstandes haben wir auch einige Untiefen zu überwinden, aber letztendlich kommen alle heil unten an und werden von der „Rettungstruppe“, die bereits ein Seil quer über den Fluss gespannt hat, in Empfang genommen und sicher zum Ufer begleitet.
Der Himmel meint es heute noch einmal gut mit uns und einige Sonnenstrahlen trocknen uns schnell. Dann wird der Bus geentert und wir begeben uns auf eine lange und staugeplagte Heimfahrt. Beginn ist pünktlich 12:00 Uhr mittags. Während der Fahrt haben wir reichlich Zeit, das verlängerte Wochenende Revue passieren zu lassen und im Rahmen des Tauchgerichts werden alle großen und kleinen Sünden mit „drakonischen Strafen“ (kleinere sportliche Übungen: Kniebeugen, Liegestütze, Entengang durch den Bus) geahndet. In Langen kommen wir leider erst gegen 23:45 Uhr an, so dass es sich noch bis 1:30 Uhr zieht, bis wir endlich im Bett liegen.
Und um 5:20 Uhr klingelt schon wieder mein Wecker und eine viel zu kurze Nacht findet ihr unrühmliches Ende.

 

Mittwoch,18.6.2014
Ganz glücklich waren wir nicht mit der Entscheidung für Hemmoor, speziell nicht an
diesem Termin, weil wir aus Erfahrung wussten, was an so einem Wochenende dort los ist. Aber Micha hatte es bereits gebucht- und der See ist ja auch wirklich Klasse.
Erschwerend kam allerdings dazu, dass ich seit geraumer Zeit versuchte unser altes Mobil zu verkaufen, weil wir ja jetzt ein neues haben. Also hatte ich es zunächst bei Reisemobil-International probiert, allerdings ohne Erfolg. Und jetzt, über EBAY, war´s nach einem Tag verkauft. Und - der Käufer wohnte auch noch in der Nähe von Hameln, wo wir sowieso vorbei mussten, wenn wir nach Hemmoor wollten.
Also habe ich mich mit dem Käufer auf der Raststätte Hildesheimer Börde verabredet und bin am Mittwochmittag, nachdem ich daheim alles gepackt hatte, um 4:30 Uhr losgefahren. Von einem Stau in den nächsten. Und Ruth wollte dann mit dem neuen Mobil nachkommen und mich abholen.
Schon um 20.00 Uhr traf ich ein und brachte das Geschäft auch problemlos über die Bühne- bis auf die Tatsache, dass ich die Sommerreifen nicht dabei hatte, die noch bei Späths im Keller lagerten. Dafür behielt der Käufer 200,-- € ein, was ich legitim fand –
und die er nachzahlen wollte, wenn die Reifen noch kämen. Und dann war der Käufer fort und ich hatte lange Zeit, auszuruhen, weil Ruth einen telefonischen Zwischenstand durchgab und etwas von 11 Kilometern Stau erzählte und einer voraussichtlichen Ankunftszeit von 22.30 Uhr. Na, und in der Zeit konnte ich schon ein bisschen Bericht schreiben. Schließlich kam sie gegen ¼ vor 12 Uhr an und musste ziemlich dringend aufs Töpfchen. Und dann ging´s weiter.
Wir überlegten, ob wir irgendwo unterwegs nächtigen sollten, entschieden uns dann aber dafür, durchzufahren und auf dem Gelände des Campingplatzes „Kreidesee“ unser Domizil aufzuschlagen. Silja hatte am frühen Abend schon mal angerufen und mitgeteilt, dass wir in den Häusern 46 und 47 untergekommen sind, aber wir wollten mitten in der Nacht nicht mehr danach suchen, um nicht so einen Krach zu machen. So stellten wir uns in die Nähe des Einstiegs, nahmen noch ein kleines Säftchen zu uns und schliefen dann erschöpft ein.

Donnerstag, 19.6.2014
Den Wecker habe ich auf 8.30 Uhr gestellt, aber das Handy klingelt bereits um 8. Es ist Micha, der fragen will, ob bei uns alles in Ordnung ist, weil wir gestern Abend nicht mehr angekommen sind. Wir erfahren, dass das Frühstück bereits fertig ist, Brötchen und Eier vorhanden und nur wir fehlen. Wir fahren die letzten 100 Meter wieder zurück und werden herzlich begrüßt. Nach dem opulenten Frühstück beziehen wir unser Domizil und machen uns dann zum ersten Tauchgang auf. Die Tauchliste ist bereits unmittelbar nach dem Frühstück erstellt worden. Da in Niedersachsen heute kein Feiertag ist, hält sich der Tauchbetrieb noch in Grenzen. Wir befürchten, dass sich dies im Verlaufe des Wochenendes noch ändern wird.
Ich mache mit Lena den ersten Freigewässertauchgang von Einstieg E0 und da sie noch nicht richtig tarieren kann, halten wir ein wenig Händchen. Die Sicht ist Klasse und wir sehen auch Fische und ein leeres Krebshemdchen.
Im Verlauf des Tages gibt es schon ein paar Katastrophen, weil einige Halsmanschetten von einigen Anzügen einreißen und einige Schläuche an Automaten fast platzen, abgesehen von einigen Automaten, die sich nicht am Gerät dicht anschließen lassen wollen.
Aber – Probleme sind dazu da, gemeistert zu werden und schlussendlich kommen alle ordnungsgemäß zu Wasser.
Am Nachmittag ist ein Trupp unterwegs, der für das Abendessen und das weitere Wochenende einkauft. Die Brötchen für morgen früh sind bereits bestellt.
Schließlich kommt eine Langgönserin, die mit ihrer Mannschaft ebenfalls übers Wochenende hier residiert, vorbei und bringt einen halb vollen Topf mit Spaghetti Carbonara vorbei, weil es schade wäre, den Rest einfach wegzuschmeißen. Wir bedanken uns artig und bringen den Topf anschließend frisch gereinigt und gelüftet zurück. Elke hat zu diesem Zweck sogar noch ein Fläschchen Mumm spendiert, das gern angenommen wird.

Freitag, 20.6.2014
Silja war bereits wieder früh unterwegs und hat die Brötchen besorgt. Um ½ 9 Uhr wird gefrühstückt und die Tauchliste erstellt. Die Wünsche nach Prüfungsabnahmen werden abgefragt und, soweit dies möglich ist, erfüllt.
Und dann beginnt wieder der reguläre Tauchbetrieb, gefolgt von einer gemütlichen Mittagspause und schließlich finden sich einige zusammen, die einen Nachttauchgang unternehmen wollen. Micha meint, das könne man ja mit einem „Spezialkurs Nachttauchen“ untermauern und so setzen wir uns nachmittags hin und bringen unser gesammeltes Wissen unter die Leute.
Den Nachttauchgang unternehme ich mit Micha, der mich ordnungsgemäß führt und mir einige Fische zeigt. Noch immer ist die Sicht sehr gut, obwohl heute Nachmittag schon einige Hundertschaften neuer Taucher eingefallen sind. Wie sich das so gehört, sitzen wir abends noch gemütlich beisammen und babbeln ein bisschen dummes Zeug.

Samstag, 21.6.2014
Auch heute Morgen waren bereits fleißige Leute unterwegs und haben die Brötchen geholt. Und nun ist es ja schon Routine, dass die Tauchliste vorbereitet und die Gruppen eingeteilt werden. Der Tauchbetrieb geht seinen gewohnten Gang und mittags sind wieder Einkäufer unterwegs, die das Grillgut für den Abend besorgen.
Wir machen unsere Tauchgänge und die Sicht unter Wasser wird zusehends schlechter. Abgesehen davon ist der Platz vor den Einstiegen inzwischen mit Autos, Lastwagen und großen Zelten so zugestellt, dass man kaum noch zum See kommt.
Unterwegs treffe ich auf Wolf vom Essener Tauchclub, mit dem wir schon diverse Veranstaltungen, einschließlich eines Bundesjugendtreffens in Ägypten durchgezogen haben. Er verspricht mittags nochmal bei uns vorbei zu schauen.
Der Tag vergeht und es stellt sich die Frage, ob wir morgen nochmal tauchen gehen wollen. Diese Idee wird aber einstimmig verworfen, weil es wohl eher zweckmäßig ist, frühzeitig wegzukommen, da auf den Autobahnen vermutlich wieder Stau sein wird.

Sonntag, 22.6.2014
Das Frühstück wird noch einmal gemütlich, aber dann ist der Rückbau der von uns vorgenommenen Umbauten vorzunehmen. Das heißt, die Couches und Tische müssen wieder auf ihren vorherigen Platz gestellt werden und die Geschirre, die wir aus den 2 Häusern zusammengewürfelt haben, harren ihrer Rückverteilung. Mit Packen und Säubern werden wir gerade fertig, als das Putzgeschwader ankommt und dann wollen wir noch ein Abschlussfoto machen, das am See gemacht werden soll, damit man sieht, wo wir waren.
Es dauert eine Weile, bis alle beisammen sind und Ruth macht solange mit Dorian Wettrennen, damit das Kind müde wird und auf der Heimfahrt (vielleicht) ein wenig schläft. Und dann spreche ich eine Taucherin, die in der Nähe steht, an, ob sie vielleicht besagtes Foto machen würde und sie dirigiert uns in die richtige Stellung und lässt uns „Spaghetti“ sagen, damit wir auch freundlich schauen.
Schließlich geht es wieder auf die Piste. Auf dem Heimweg ist Davina bei uns.
Auf dem Herweg hatten wir nur ihr Gepäck dabei. Wir haben also Unterhaltung. Das ist auch nötig, denn sobald wir auf die Autobahn kommen, beginnt der Stau und zieht sich durch bis fast nach Alsfeld. Erst danach wird es ein wenig besser. Insgesamt brauchen wir von 11.30 Uhr bis ¼ vor 8 Uhr abends. Und Davinas Freund wartet schon geraume Zeit quasi vor unserer Haustür, um sie endlich in Empfang zu nehmen.
Ruth und ich beschließen heute nicht mehr so arg viel zu unternehmen, geben unseren Blümchen ein wenig Wasser und leeren das Mobil. Den Rest verschieben wir auf den morgigen Tag und setzen uns noch einen Moment in unser Wohnzimmer und genießen die Ruhe. Heute Nacht werden wir wohl beide sehr gut schlafen…

Bleibt noch zu erzählen, dass Micha dieses verlängerte Wochenende sehr gut vorbereitet und organisiert hat und dass alle bemüht waren, zum Gelingen dieses Vereinswochenendes beizutragen. Herzlichen Dank hierfür …

Und : Es haben insgesamt 17 Personen an dem Wochenende teilgenommen. Ingesamt 36
Tauchgruppen haben insgesamt 83 Tauchgänge unternommen und es sind insgesamt
20 Flaschen (wieder) befüllt worden.
Das ist eine Bilanz, die sich sehen lassen kann …

Freitag 06.7.2014
Im Vorfeld hat schon unsere Marlis vom VDST angerufen und mitgeteilt, dass außer uns und unseren Kids nur noch sie von den Hessen zum Bundesjugendtreffen fährt. Und ob es nicht möglich sei, dass wir einen Teil der VDST-T-Shirts, die extra für diesen Event gebaut worden sind, mitnehmen könnten, weil nicht alles in ihr kleines Auto hineingeht. Das ist natürlich keine Frage und hat den Vorteil, dass unsere Kinners auch in Offenbach wohnen und Papa Holzwurm, wenn er sie denn bei uns vorbei bringt, die Hemden gleich mitbringen kann. Das erspart uns einen Weg über Offenbach, oder Marlis zwischendrin eine Tour zu uns.
Da die Kinners am Freitag noch Schule haben, werden wir erst nachmittags loskommen, was Ruth ziemlich entgegen kommt, weil sie meint, nicht schon wieder Urlaub nehmen zu können. Ich habe aber inzwischen schon alles vorbereitet und das Mobil getankt (Sprit und Wasser), sowie den Kühlschrank angeschmissen.
Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass wir –trotz Anfahrt am Freitagmittag- nicht im Stau auf der Sauerlandlinie stecken bleiben.
Los wollen wir um 3 Uhr. Aber Ruth meldet sich von unterwegs, dass bereits in Karben ein Stau ist und Micha mit seinen Kids kommt auch erst um ¼ vor 4 Uhr – und nachdem alles gepackt ist, wir bei der Bank waren und endlich auf der Piste sind, bleiben wir bereits am Gambacher Kreuz in der Masse hängen. Bereits am Vormittag hatte sich in der Nähe des Flughafens ein Unfall ereignet und an den Resten zehren wir noch jetzt. Die Autos und LKWs, die diesen Unfall weiträumig umfahren wollen, so wie das der Hessische Rundfunk in seinen Verkehrsmeldungen empfiehlt, kommen alle übers Gambacher Kreuz und verstopfen am heutigen Tag den Weg auf 50 Kilometern. Da hört dann langsam der Spaß auf. Der Rest der Strecke gestaltet sich vergleichsweise problemlos und um kurz nach 7 sind wir dann endlich doch schon angekommen.
Kurz darauf gibt´s auch schon Abendessen, nachdem wir unseren Kids beim Aufbauen der Zelte geholfen und für unser Mobil einen nahezu perfekten Stellplatz gefunden haben mit einer offensichtlich ganz frisch gegossenen Betonplatte als Vorplatz.
Es stehen schon reihenweise Zelte auf dem Gelände und es kommen immer noch anreisende Jugendgruppen, die sich hinzu gesellen. Wir werden zunächst offizielle begrüßt und Burkhard, der Bundesjugendwart, erläutert die Besonderheiten des diesjährigen Treffens. Die Aktivitäten werden vorgestellt: neben dem Tauchen gibt es noch Lebensraum Wasser, wissenschaftliches Tauchen, Monoflossen und Orientierungstauchen, Segeln, Bogenschießen, Kanu fahren, Drachenboot-Rennen, Floss-Bau, Foto- und Video-Wettbewerb. Man sieht, es ist für jeden etwas dabei. Insbesondere wird erwähnt, dass das Wasser, das am Bierstand ausgegeben wird, kostenlos ist und dass die Jugend von dem Angebot wegen der großen Hitze, die fürs Wochenende angekündigt ist, regen Gebrauch machen soll.
Dann bekommen wir noch erzählt, welche Angebote es in sportlicher Hinsicht gibt und wie man sich gegebenenfalls dort zur Anmeldung bringt. Schon ist der erste Abend in offizieller Hinsicht gelaufen und die Jugendlichen finden sehr schnell zueinander und knüpfen die ersten Kontakte. Ruth und ich nehmen noch mit Imke und Norbert, die Teilnehmer an unserem Frühjahrsseminar waren, ein Feierabendsäftchen und begeben uns frühzeitig zu Bett.

Samstag, 7.6.2014
Alles ist noch recht neu und man muss sich erst an die Gegebenheiten gewöhnen. Immerhin ist das Essenzelt sehr groß und hat einen Holzfußboden. Wir erfahren, dass dies von einer Zeltverleih-Firma gemietet und aufgestellt worden ist, damit auch bei (nicht angesagtem) schwerem Wetter keiner nasse Füße bekommt.
Nach dem Frühstück rennt die Jugend nochmal zur ausgehängten Liste um sich zu vergewissern, wo sie sich einzufinden hat und um 9 Uhr werden im Schatten der großen Halle die tauchwilligen Jugendlichen auf die vorhandenen Tauchlehrer verteilt. Auch ich bekomme zwei zugeteilt und gehe am Morgen mit Jan und nachmittags mit Noa tauchen.
Zwischendrin kriege ich noch einen Micha aufs Auge gedrückt, den ich ebenfalls durchs Wasser ziehe. Ganz zum Schluss werde ich gefragt, ob ich noch einen Gang mit Markus machen wolle und auch das ist kein Problem.
Danach machen Ruth und ich uns auf den Weg zu den Duschen, bevor der große Ansturm beginnt – und das klappt auch ganz gut.
Ich bin früher fertig und schneide mir gerade die Nägel, da kommt mein Kollege, der beruflich mit mir das Zimmer teilt und der in Köln wohnt, mit seinem Töchterlein Maria vorbei um sich das Ganze einmal zu betrachten. Maria besichtigt erst einmal das Wohnmobil und möchte dann noch baden gehen, was auch problemlos möglich ist. Danach macht die Modellbootabteilung des Tauchclubs „Pulchra Amphora“ noch eine Vorführung ihrer Elektrobootchen, die mit einer immensen Geschwindigkeit durchs Wasser sausen und atemberaubende Kunststückchen vollführen.
Unsere Kinners haben nach dem Abendessen noch eine Besprechung bei Marlis, die einen „Kriminalfall“ vorbereitet hat, der einen Teil der Jugend am nächsten Tag beschäftigen soll und der einer gewissen Vorbereitung bedarf. Alle wollen Ermittler sein bei der NCSI (Neuss Criminal Investigative Service), aber es gehören auch ein paar kriminelle, beziehungsweise asoziale Elemente dazu, die verkörpert werden müssen. Der Andrang ist groß – hat doch Marlis sogar „Dienstausweise“ vorbereitet und Gerätschaften zur Fingerabdruck- und DNA-Abnahme mitgebracht. Zwischendrin ist Marlis immer wieder damit beschäftigt, die T-Shirts, die von der Firma Aqualung gesponsert worden sind, mit einem von ihr eigens für das Bundesjugendtreffen gefertigten Stempel zu bedrucken. Leider sind in der Ausschreibung des Treffens die Hemdengrößen nicht abgefragt worden, so dass etliche ganz Kleine in XXL-T-Shirts herumlaufen, die wie Nachthemden wirken. Und leider sind bei der Ausgabe des T-Shirts auch Fehler unterlaufen. So wurden aus einem offensichtlich privaten Koffer bereits vergebene XS-Shirts gemopst und anderweit vergeben, so dass die regulären Eigner wiederum auf zu große Shirts zurückgreifen müssen.
Der Kriminalfall soll dann am nächsten Abend gelöst werden.

Sonntag, 8.6.2014
Der Vormittag läuft nach demselben Muster ab, wie am Vortag und am Nachmittag bekomme ich vor dem ersten Tauchgang die Leiche (eine aufblasbare Puppe mit Schädelverletzung), sowie eine in ein blutiges T-Shirt eingewickelte Taucherlampe, die ich möglichst unauffällig unter dem Steg verstecken soll, geliefert. Wir bringen sie vorab schon mal in eines der am Steg liegenden Drachenboote und bevor ich dann mit Jan abtauche, verstauen wir die Leiche unterm Steg. Eine gute Wahl, weil der ursprüngliche Plan, sie mit einem Bleigurt zu beschweren, nicht zu realisieren gewesen wäre. Dann machen wir unseren Tauchgang und als wir auf dem Rückweg wieder unterm Steg hochkommen, lasse ich die „Leiche“ auftauchen, höre am Geschrei, dass sie auch sofort entdeckt worden ist und bringe dann gleich noch die eingewickelte Mordwaffe mit, die ich als Fundstück den Ermittlern, die bereits vor Ort sind, übergebe.
Ganz professionell läuft das Ganze noch nicht ab, weil die übereifrigen Ermittler sich gegenseitig darin übertreffen, eventuell vorhandene Spuren gekonnt zu verwischen, bevor sie aufgenommen, geschweige denn ausgewertet werden können.
Nach dem Abendessen findet zunächst wieder die allabendliche Betreuer-Besprechung statt, während der der Tag nochmals Revue passiert.
Und dann erfolgt, unter der routinierten Moderation von Marlis die Rekonstruktion der Tat mit der Auflösung des Ganzen und der Erläuterung der Hintergründe. Der Mörder wird dingfest gemacht und die (im Übrigen trefflich verkleideten) Mitwirkenden bekommen den ihnen gebührenden Applaus.
Wir sitzen anschließend wieder ein wenig beisammen und Marlis hat ein paar ihrer Utensilien zirzensischen Hintergrunds dabei. Das Angebot wird von allen reichlich genutzt und keiner muss Langeweile erleiden.
In der Nacht erwachen wir durch einen heftigen Donnerschlag, der von einem ebenfalls heftigen Regenguss begleitet wird, aber am nächsten Morgen ist der Boden fast schon wieder trocken.

Montag, 9.6.2014
Heute Morgen ist es schon wieder knallheiß. Nach dem Frühstück machen wir mit unserer Melanie noch einen Tauchgang. Dann sprechen wir ab, dass wir um 12.00 Uhr losfahren wollen, damit wir eventuellen Staus aus dem Weg gehen können. Ruth und ich packen schon mal unser Auto und ich begebe mich, bevor ich zur Dusche gehe, nochmal zum Steg um zu schauen, ob unsere Kinners schon beim Abbau sind. Nein, natürlich nicht! Ich bringe sie auf den rechten Weg und selbst dann zum Duschen und schließlich kommen wir gegen 12.30 Uhr los, gerade als es mit großen Tropfen beginnt, zu regnen.
Auf der Strecke in Richtung Köln gießt es in Strömen, aber wir kommen durch und hinter Köln ist es schon wieder trocken und heiß. In Ehringshausen fahren wir nochmal von der Autobahn ab und holen uns beim DOLOMITI noch ein Eis, das bei dieser Hitze richtig gut tut.
Schließlich fahren wir Melanie und Alex noch nach Offenbach zu ihrer Großmutter, da deren Eltern noch unterwegs sind und erst gegen Abend wieder zurück sein werden.
Dann geht´s nach Hause, wo wir zunächst nur das Notwendigste auspacken und uns dann erst einmal in unser kühles Häuschen zurückziehen, dass Ruth vor unserer Abfahrt gottseidank gegen eindringende Hitze abgeschirmt hatte. Für ein größeres Abendessen ist es heute einfach zu heiß …

Gebucht war das Ganze ja schon
vor ungefähr 1 ½ Monaten. Dann habe ich eine e-mail rausgeschickt, damit jeder, der sich angesprochen fühlte, sich seelisch und moralisch, sowie ausrüstungsmäßig auf das Bevorstehende vorbereiten konnte.
Wie immer kamen die Rückmeldungen eher sporadisch, aber als es schließlich so weit war, standen doch immerhin insgesamt 19 Personen auf der Matte, sprich: vor dem Eingang des Hallenbades in Mühlheim.
Gedacht war das alles mehr für die Jugend, die noch nicht die nötige Routine für´s Freigewässer hat und sich erst mal mit Gerätschaften, Anzügen und Blei vertraut machen sollte. Natürlich waren zu diesem Zweck auch Betreuer und/oder Eltern mit geladen. Nur würde es für diese an diesem Tag naturgemäß kein spezielles Training geben.

Schnell waren die Gerätschaften im Vorraum des Hallenbades niedergelegt und wir konnten uns in den Sammelumkleiden – getrennt nach Männlein und Weiblein –fertigmachen.
Wie üblich war das Hallenbad gut beheizt und nachdem sich die Probanden in die Anzüge gezwängt hatten, schickten wir sie erst einmal zwecks Abkühlung ins Wasser. Die Gerätschaften (Flaschen, Jackets und Automaten) hatten sie natürlich unter Aufsicht bereits mehrfach zusammen und wieder auseinandergebaut – und dann wurde es ernst. Die Unterwasserzeichen wurden nochmals abgefragt und die Besonderheiten bezüglich des Auftauchens mit und ohne Automat erneut erläutert.

Tja, und dann waren wir rund 2 ½ Stunden gut beschäftigt, die vorher erläuterten Übungen bei jedem Einzelnen durchzuziehen und zu wiederholen.
Dabei kam natürlich auch der Spaß nicht zu kurz. Es wurden Übungen eingebaut wie – Purzelbaum vor- und rückwärts, Schrauben, Haie fangen, Kringel blasen und so weiter. Schnell war die Zeit herum und die Gerätschaften wieder herausge-schleppt.
Der erste Versuch in Mühlheim in der Sport-Union noch eine Kleinigkeit zu uns zu nehmen, scheiterte daran, dass die Köchinnen erst gegen 17.00 Uhr wieder da sein würden. Also zückten rund 50 % der Anwesenden ihr Smartphone und suchten in der näheren Umgebung nach weiteren Möglichkeiten der Einkehr.
Die Wahl fiel schließlich, auf Anraten unseres „Holzwurms“, auf die „Hesse-Wirtschaft“ in Offenbach, wo wir unter freiem Himmel sitzen konnten, obwohl es ein bisschen windig war. Wir hatten noch viel Spaß, es gab lecker Essen und im

Anschluss holten sich die Kinners noch ein Eis im nahe gelegenen Ring-Center am Odenwaldring.
Dann machte sich ein Teil bereits auf den Heimweg, während der zweite Teil sich noch in Richtung Nautilus begab um die leer gewordenen Flaschen wieder ordnungsgemäß mit Luft zu füllen.
Der allgemeine Tenor war – „Es war wieder einmal eine gelungene Veranstaltung“.

Und: Unsere Kids sind jetzt fit für die ersten Freigewässertauchgänge

Von der Möglichkeit des Silvesterstromschwimmens
hatten wir erfahren, als Ruth am 20.12.2013 anlässlich des Elterninformationsabends beim Tauchclub Pulpo Wiesbaden einen Vortrag über den Verband und über Kindeswohl gehalten hat.
Andreas Scherer und auch der Jugendnachwuchs meinten, das sei ein netter Abschluss des alten Jahres und die Veranstaltung sei auch so frühzeitig beendet, dass man sich noch in Ruhe auf die eigenen Silvestervorbereitungen konzentrieren könne.
Zunächst schreckte uns der frühe Termin doch ein wenig, aber die Aussicht, an einem doch wahrscheinlich spektakulären und außergewöhnlichen Ereignis teilzunehmen, ließ uns zusagen.

Also klingelt am 31.12.2013 um 6.00 Uhr schon wieder der Wecker. Das Duschen ersparen wir uns heute früh, weil´s ja gleich schon wieder ins Wasser geht. Im Vorfeld haben wir unser Vorhaben auch im Verein kundgetan und ein paar unserer Mitstreiter haben auch zugesagt über die Teilnahme nachzudenken.
Einer speziellen Anmeldung bedarf es nicht, weil TC Pulpo laut eigener Aussage reichlich Teilnehmer angemeldet hat.
Die Vorbereitungen für die Tour haben wir schon am Vorabend getroffen und das Auto ist bereits beladen.
So kommen wir pünktlich um 7.30 Uhr los und machen mit 8.30 Uhr auf dem Hof der Feuerwehr Mainz im Barbarossaring 6 eine Punktlandung. Unsere Mitstreiter, Familie Holzwurm und Tru sind schon da. In einer beheizten Halle können wir uns umziehen und dann werden die Teilnehmer mit Feuerwehrtransportfahrzeugen zum Fischtorplatz gefahren. Hier tragen wir uns in eine Liste ein. Der Veranstalter und der Bürgermeister sagen ein paar warme Worte, die wegen eines Defekts am Mikrofon teilweise untergehen und von der Segnung des Pfarrers kommt schließlich schon gar nichts mehr an.
Dann werden wir auf ein großes Feuerwehrlöschboot verfrachtet und zur Flussmitte chauffiert – nicht ohne den Hinweis, dass man sich tunlichst nur auf der linken Flussseite aufhalten möge um nicht von der Berufsschifffahrt gefährdet zu werden, die weiterhin ungebremst ihrem Dienst nachgeht.
Der Bürgermeister will mit einem Revolver den Startschuss geben, aber er macht 3 Fehlversuche und schließlich klatscht er in die Hände um die Veranstaltung zu beginnen – aber da sind die ersten schon über die Startrampe ins Wasser gehopst.

Es ist ganz schön frisch (7 ° C Wassertemperatur bei 0° C Außentemperatur) und auf der Gesamtstrecke von circa 1,7Kilometern kühlt man doch recht aus. Aber das Publikum am Ufer winkt begeistert und auch die Besatzungen der Hotelschiffe am Ufer freuen sich, dass wir vorbeikommen.
Am Ausstieg hat die Feuerwehr bereits für heißen Tee und Kaffee gesorgt und warme Duschen aufgestellt.
Dann werden wir mit den Einsatzfahrzeugen wieder zurückgefahren, können auch hier nochmals heiß duschen und fahren dann zum Rathaus, wo der Vormittag mit wiederum ein paar warmen Worten, einer noch heißeren Suppe, wahlweise Apfelsaft, Wein, oder Bier, sowie einer Urkunde, die belegt, dass wir „erfolgreich am 43. Rheinstromschwimmen Silvester 2013 teilgenommen haben“, ausklingt.
Wir verabschieden uns auch von den Teilnehmern, die wir bereits von anderen Veranstaltungen kennen und von unseren Vereinskameraden und wünschen rundum einen GUTEN RUTSCH, bevor wir uns in Richtung Heimat auf den Weg begeben.

Das war eine sehr nette Veranstaltung, an der wir vermutlich nicht zum letzten Mal teilgenommen haben.

 

Die Feuerwehr Mainz rettet Leben - Hilfe einmal anders!

"Die Feuerwehr Mainz rettet Leben - Hilfe einmal anders!" Unter diesem Motto fand am heutigen Silvestermorgen zum 43. Mal das Abschwimmen der Feuerwehr Mainz statt. Insgesamt 167 Teilnehmer von Feuerwehr, DLRG, Polizei und privaten Tauchclubs aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet sprangen nach dem Startschuss durch den Oberbürgermeister Michael Ebling vom Feuerlöschboot Franz Anton Schneider in die 7°C kalten Fluten des Rheins um die 1,7 km lange Strecke vom Fischtor zum Feldbergtor zu schwimmen. Trotz einer Außentemperaturen von 0°C waren zahlreiche Zuschauer am Rheinufer erschienen.

Im Rahmen des Silvesterstromschwimmens wurde wie in jedem Jahr für einen gemeinnützigen Verein gesammelt. Der Spendenerlös wird in diesem Jahr dem Verein "Verein zur Förderung der Palliativmedizin am Klinikum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz " zugutekommen.

Neben den Tauchergruppen der Feuerwehren Mainz, Wiesbaden, Frankfurt, Koblenz, Kaiserslautern, Ludwigshafen, Flörsheim und Maintal, der Werkfeuerwehr Boehringer Ingelheim, der Polizeiinspektion Mainz, der Bereitschaftspolizei, der Wasserschutzpolizei, verschiedenen Ortsgruppen des DLRG sowie THW und privaten Tauchclubs waren natürlich auch Oberbürgermeister Michael Ebling sowie weitere bekannte Vertreter aus Politik und Gesellschaft ans Rheinufer gekommen, um dem zu dieser Jahreszeit ungewöhnlichen Treiben beizuwohnen.

Für das leibliche Wohl rund um die Veranstaltung sorgte die Freiwillige Feuerwehr Weisenau und für eine warme Dusche am Ende der Schwimmstrecke die Freiwillige Feuerwehr Gensingen.

Am Ende war es eine rundherum gelungene Veranstaltung zum Jahresausklang.
(Aus: Mitteilungen der Stadt Mainz)

Wir sind ja immer schon auf Ideensuche für Vereinsfahrten. So kam es uns nicht ungelegen, als unsere Elke Micha Anfang des Jahres mitteilte, dass der TC Nautilus öfters nach Baden -Württemberg fährt, um Tauchwochenenden in einem Gasthaus in Hesselhurst in der Nähe von Kehl zu verbringen.
Dort gebe es sehr klare Seen mit viel Fisch, deren Betauchung sich allemal lohne.

Also kümmerte sich Micha, nach Rückfrage bei den Übrigen, ob denn auch Interesse bestünde, kurzfristig um die Reservierung einiger Zimmer und wir zahlten den Übernachtungspreis bereits im Voraus.
Bereits am Vorabend der Abfahrt packte ich unsere Klamotten, so dass wir am Freitag losfahren konnten, sobald mein Weib denn von der Arbeit käme.
Am Mittwoch hätten wir Training im Stadionbad gehabt, das aber wegen übler Witterungsbedingungen ausgefallen war. Aus diesem Grund befanden sich auch Ruths Unterzieher und der Tauchanzug noch in dem Auto, mit dem sie unterwegs war. Als sie dann schließlich nach Hause kam, brauchte sie im Prinzip nur ins andere Auto umzusteigen und es konnte losgehen.
Wir stauten während der Fahrt, die wir um 15.30 Uhr begannen, ein bisschen vor uns hin und auf den letzten 4 Kilometern verblüffte uns die Dame, die in unserem NAVI sitzt und die Karten hin und her schiebt, plötzlich wieder einmal, indem sie erzählte, wir bräuchten jetzt noch ungefähr 30 Minuten. Aber als die Umleitung durch war, hatte sie es sich wieder überlegt und es waren nur noch 5 Minuten bis zur Ankunft.
Silja und Micha mit Dorian waren schon da und saßen mit Dave, der ebenfalls schon eingetroffen war, bereits beim Abendessen. Da ich mittags bereits gut gegessen hatte, reichte mir ein halbes Hähnchen mit Brot und nach und nach kamen auch die übrigen Mitstreiter (Familie Kempf mit 4 Personen und Familie Schmitt mit Papa und Lara) noch an. Tru würde erst morgen zu uns stoßen.
Die Zimmer waren schnell bezogen und Peter, der Wirt und Taucher machte uns eine Skizze, wie wir am schnellsten zu den Tauchplätzen kommen könnten. Da wir für morgen Abend auch noch einen Nachttauchgang eingeplant hatten, war auch die Frage der Füllmöglichkeit schnell geklärt. Wir bräuchten nur die leeren Flaschen in die Werkstatt zu stellen. Er werde sie dann füllen.
Wir nahmen noch ein Bierchen, beziehungsweise einige Karaffen Sangria zu uns und gingen schließlich – müde von der Fahrt – nicht zu spät zu Bett.

Samstag, 16.6.2012

Das Frühstück war für 8.00 Uhr angesagt gewesen und so trafen wir uns pünktlich im Frühstückszimmer, wo frischer Kaffee, Brötchen, Eier, Käse, Schinken, sowie Honig und Marmelade bereits auf uns warteten. Tru tauchte so gegen 9.00 Uhr auf. Er war gut durchgekommen und wollte auch gar kein Frühstück. Nachdem auch Schmitteinander aufgetaucht waren, die eine Unterkunft im „Rössl“ in Willstätt bezogen hatten, fuhren wir – nach dem Einkauf beim Edeka für das Notwendigste – über den beschriebenen Weg weiter nach Kork, wo wir feststellen durften, dass infolge des schönen Wetters schon reichlich Taucher vor Ort waren, die sich, wie Taucher das oftmals zu tun pflegen, großflächig verteilt hatten.
Wir fanden aber auch noch ein Plätzchen. Dann lief es mir eiskalt den Rücken hinab – Ruths Tauchanzug mit Unterzieher befand sich nach wie vor in unserer A-Klasse und die stand jetzt Zuhause vorm Haus. Gottseidank passte Ruth Michas Trocki und Micha hatte noch seinen Halbtrockenen dabei. Also konnten wir unsere Pflicht- und Kürtauchgänge machen (Einige unserer Mitstreiter mussten zum Abschluss ihrer Brevets noch einige Übungen absolvieren).

Da wir auch noch die anderen Seen anschauen wollten, nutzten wir die Mittagspause zum Transfer, wo wir – nach einem kleinen technischen Zwischenstopp vor Kempfs Villa und einer Nachfrage bei Eingeborenen, weil Peters Beschreibung nicht so ganz eindeutig gewesen war -letztendlich doch eintrafen. Die Parkbuchten am Wacholdersee waren etwas intimer als der große Parkplatz in Kork und direkt am See stellten wir fest, dass hier auch der Einstieg ordnungsgemäß mit Treppchen und Haltegriff vorbereitet war. Und – die Sicht war einfach genial, das konnte man bereits von oben sehen. Tru wollte auch gleich wie Tarzan an einer Liane über den See schwingen und konnte nur durch starke Hände am kompletten Eintauchen gehindert werden.
Wir machten also auch hier unsere Tauchgänge und besuchten dann, bevor wir uns wieder auf den Heimweg begaben, noch den „Fohlengarten“, damit wir wenigstens wussten, wo sich der befindet. Auch hier waren noch einige unentwegte Badegäste zugange.
Bereits auf dem Weg zu unserer Unterkunft tat sich aber schon ein kräftiger Wind auf, der ein herannahendes Unwetter ankündigte, das bereits vom Wetterbericht angekündigt worden war. Dies stellte unseren Nachttauchgang in Frage.

Aber zunächst wollten wir ein kleines Abendessen zu uns nehmen. Da das Mahl meiner Wahl leider nicht mehr vorrätig war, nahm ich Zuflucht in die zweite Hälfte meines Hähnchens von gestern. Es war auch immer noch sehr gut. Nachdem alle gespeist hatten, zogen sich Ruth, Dave und Micha zurück, weil Dave noch die Theorie seines CMAS**-Brevets fertig machen musste. Und inzwischen war der Himmel so weit zugezogen, dass wir den Nachtauchgang cancelten, obwohl ich -zusammen mit Micha Kempf - inzwischen, weil der Koch ja kochen musste, für ihn unsere Flaschen an seinem Kompressor gefüllt hatte. Nun ja, dann würden ja die gefüllten Flaschen für den morgigen Tag ausreichen.
Da sowohl Dave, als auch Susanne mit ihren Brevets fertig geworden waren, mussten wir wieder einiger Karaffen Sangria leeren, bevor wir endlich ins Bett durften. Und nur die etwas nervige Turmuhr, die in Sichtweite unseres Zimmer zu sehen war und die alle Viertelstunde durch Glockenschlag anzeigte, dass wieder Zeit verstrichen sei, hielt mich – wie bereits gestern – vom erholsamen Tiefschlaf ab.

Sonntag, 17.6.2012

Wieder begaben wir uns zeitig zum Frühstück und heute waren eigentlich nur noch Lusttauchgänge angesagt (bis auf Andreas, der noch 2 letzte Übungen zu absolvieren hatte). In der Nacht hatte es geregnet und auch in der Früh´ war das Wetter noch nicht so prickelnd. Deshalb verzichteten auch Lara und Alex auf ihren – eigentlich geplanten – Tauchgang.
Insgesamt war auch der Ansturm – wohl wegen des Wetters – nicht so vehement und so war ich mit Ruth diesmal allein unterwegs und wir machten unseren Unterwasser-Spaziergang heute zur linken Seite hin, wo wir einen versenkten Golf, das „Grab des unbekannten Tauchers“, sowie viel Kleinzeug und große Barsche und Schleien vorfanden.
Als alles wieder verpackt war, entschlossen wir uns in Kork noch eine Möglichkeit zum Mittagessen zu suchen und fanden schließlich das „Lamm“, wo wir uns in den Biergarten setzen konnten, weil das Wetter sich inzwischen beruhigt hatte und die Sonne zum Vorschein gekommen war.

Wir stellten fest, dass auch hier die Häuser alle sehr liebevoll restauriert und ausgeschmückt waren und unmittelbar gegenüber der Abstellplätze unserer Autos befand sich auf dem Dachfirst eines Hauses ein Storchennest mit 3 heranwachsenden Jungstörchen.
Das Essen zog sich über einen längeren Zeitraum hin, weil offensichtlich die Speisen frisch zubereitet wurden. Das Warten hat sich aber gelohnt und nach dem Essen verabschiedeten wir uns alle voneinander und hofften, dass die Heimfahrt so pflegeleicht vor sich gehen möge, wie die Anfahrt am Freitagabend.
Und Micha hatte, weil es uns hier unten so gut gefallen hat, gleich ein Kontingent Zimmer für das nächste Jahr bestellt.

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