Den Termin hatten wir bereits bei der Jahreshauptversammlung festgelegt, damit sich alle darauf einstellen konnten. Trotzdem gab es diverse Ausfälle in Folge von Verschnupfungen und Verletzungen, sowie nicht abwendbaren Arbeitseinsätzen, so dass von allen Interessenten schließlich nur noch 5 Personen übrig blieben: Micha, Elke, Dave, Max und Peter. Und als Ort war schließlich der Baggersee in Diez auserkoren worden, weil die Sicht in Schönbach nach wie vor ausgegangen ist. Zum angesagten Termin trafen wir also am Parkplatz in Diez nahezu zeitgleich ein, meldeten uns an und fuhren dann mit den zur Verfügung stehenden Flughafen-Trolleys zurück zum Parkplatz um die Ausrüstung zum See zu bringen. Beim Blick in den See zeigte sich, dass der Ort gut gewählt war: Sicht gigantisch. Also begab ich mich nochmal zum Auto, hatte ich doch die Kamera mitgenommen in der Hoffnung, dass etwas zu sehen sein würde. Dann machten wir uns gemütlich fertig und begaben uns in zwei Gruppen ins Wasser – die beiden Trockentaucher Dave und Micha als die eine, Elke, Max und ich als die zweite. Das passte so auch, weil Max seinen Unterzieher nicht dabei hatte und wir nahezu gleich ausgerüstet waren. Mein letzter Besuch in Diez lag schon mehrere Jahre zurück und Elke war gerade erst dort gewesen und übernahm die Führung. Am Modell des Sees, das an der Füllstation aufgestellt ist, hatten wir uns die Gegebenheiten und Sehenswürdigkeiten bereits betrachtet und machten uns alsdann auf den Weg: einem als Wegweiser dienenden Seil folgend kamen wir zunächst zu einer großen Röhre, die man durchtauchen kann und dann zu Herbie, dem VW-Käfer mit der Nummer 53 und zu in der Nähe senkrecht im Wasser stehenden Nadelbäumen, die mit Barschlaich behängt waren, wie Weihnachtsbäume mit Lametta.
Auf der Suche nach einem zweiten Käfer, der im tieferen Teil des Sees liegt, verschlechterte sich die Sicht durch eine Gruppe weiterer Taucher so stark, dass wir uns in einer Richtung verloren, die nicht der Richtung zum Ausgang entsprach. Unser Tauchgang dauerte daher insgesamt 72 Minuten, die wir aber insgesamt genossen, da es – neben der guten Sicht – auch noch Krebse und Kaulquappen zu sehen gab.
Nach dem Tauchgang gab es noch einen kleinen Imbiss. Zum Abschluss ließ ich mir an der Füllstation mein Gerät wieder voll machen und begab mich in Richtung Heimat, da neben dem Training, das abends noch stattfand, auch noch eine Vorstandssitzung angesagt war.
Die gute Sicht im See werde ich aber wohl noch einige Zeit im Hinterkopf behalten. Bei solchen Gegebenheit lohnt sich auch eine längere Anfahrt und ein nicht ganz günstiger Preis (Einzelheiten siehe http://www.baggersee-diez.de)

Im letzten Jahr hatte uns die Veranstaltung so gut gefallen, dass wir uns entschlossen hatten, dies im laufenden Jahr wieder zu tun. Der einzige Wermutstropfen war der, dass man so früh aufstehen musste, damit man rechtzeitig in Mainz war (Treffpunkt dort: neue Feuerwache 2, Kaiser-Karl-Ring 38, Mainz-Neustadt, 8.30 Uhr).
Nachdem wir im Vorfeld im Netz nichts finden konnten, hatte ich mich also mit unserem Kampfgefährten Andreas in Verbindung gesetzt, der mir die Einladung in Kopie hat zukommen lassen. Ein Anmeldeformular war zwar avisiert, lag aber nicht bei.
So hatte ich dann den Event im Verein kundgetan und ein paar Wagemutige waren auch erschienen.
Die neue Feuerwache war auch noch ein wenig besser geeignet, als die im Vorjahr und es war lediglich zu bemängeln, dass die Anzahl der vorhandenen Toiletten sich auf eine pro Geschlecht beschränkte, was zu Warteschlangen führte.
Ansonsten war alles gut vorbereitet und die Hallen beheizt. Auch der Transfer zum Startplatz war gewohnt gut organisiert. Dann zog sich´s noch ein bisschen, bis der Bürgermeister, der Veranstalter und der Pfarrer ihre Grußworte gesprochen hatten und schließlich durften alle auf´s Schiff, obwohl die Anzahl auf 150 Personen begrenzt war. Zwei kleinere Gruppen stiegen von den Rheinterrassen aus in die Fluten.
Im letzten Jahr hatte das mit dem Startschuss nicht so richtig geklappt und der Bürgermeister musste letztendlich laut „Peng“ rufen, um die Veranstaltung zu starten, aber heuer lief alles wie am Schnürchen. Die Stimmung in der Truppe war gut und wir kamen gut vom Fleck. Einzig unsere Lena, bei der wir bereits geargwöhnt hatten, dass der Anzug vielleicht ein wenig zu groß sein könnte, musste relativ schnell wieder aus dem Wasser. Aber der Rest meisterte die rund 1,7 Kilometer lange Strecke ohne Probleme.
Am Ausstieg gab´s bereits einen heißen Tee und eine warme Dusche und dann ging´s wieder zur Feuerwache zurück. Dort konnten wir nochmals heiß duschen und uns anschließend in Richtung Rathaus begeben, wo der Empfang stattfand. Micha und Manuela machten sich indes auf die Suche nach Lena, die – infolge einer Überreaktion der DLRG, bei der wir sie „abgegeben“ hatten – ins Krankenhaus eingeliefert worden und die noch nicht wieder aufgetaucht war. (Man hatte bei einer Temperaturmessung im Ohr eine Körpertemperatur von 34°C festgestellt, nicht bedenkend, dass sie gerade ins Wasser gesprungen war und dabei vermutlich kaltes Rheinwasser ins Ohr bekommen hatte).
So konnte der Teil der Mannschaft, der sich im Rathaus aufhielt, ein Gläschen Wein, oder Apfelsaft, alternativ Wasser, genießen und dazu eine würzige Kartoffelsuppe mit Fleischwursteinlage schlürfen, während Lena, sowie Manuela und Michaela darben mussten. Schlussendlich fand aber wieder eine Familienzusammenführung statt und wir fuhren in Richtung Heimat, wo wir das frühe Aufstehen mit einem ausgiebigen Mittagsschläfchen kompensieren konnten.
Unsere Melanie, die beim letzten Mal die gesamte Sache noch von außen betrachtet hatte, fand aber die Veranstaltung so cool, dass sie sich jetzt schon darüber im Klaren war: Das machen wir nächstes Jahr wieder … ;o))

Weil es uns bereits bei vorangegangenen Veranstaltungen dort so gut gefallen hat, haben wir uns entschlossen, auch dieses Seminar in den Räumlichkeiten der Sportjugend Hessen am Edersee durchzuziehen. Dieses Mal sollte es auch etwas Besonderes sein – Bewegung tut Not und dient der Förderung und Erhaltung der Gesundheit bis ins hohe Alter.

Treffpunkt war am Freitag gegen 18.00 Uhr direkt am See und die Jugend des Hammersbacher Landtauchclubs wurden von einem Elternpaar gebracht, die den Stadtbus von Nidderau und einen Privat-PKW dabei hatten und das Wochenende auch am See verbringen wollten – allerdings nicht in unseren Räumlichkeiten. Obwohl kurzfristig noch ein paar Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Gründen ausgefallen waren, bestand die gut gelaunte Truppe letztendlich doch aus 20 mehr oder weniger jugendlichen Personen.
Um 18.00 Uhr gab´s erst mal Abendessen, dann wurden die Häuser bezogen und im Anschluss daran machte unsere Sarah einige Yoga-Entspannungsübungen, was dazu führte, dass ich beinahe schon während der Veranstaltung eingeschlafen wäre. Nach dem Abschluss der Stunde fielen alle ins Bett und ich schlief hervorragend, bis der Wecker mich aus dem Schlummer riss.

Um 7.15 Uhr wurde ich geweckt und um 7.30 Uhr war bereits Waldlauf angesagt. Während Jan und Davina mit den Größeren unterwegs war, begab ich mich mit den Kleineren im Laufschritt auf den gepflasterten Platz vor der Herberge und wir machten ein paar mehr oder weniger Schweiß treibende Übungen, bevor wir uns wieder frisch machten und uns zum Frühstück begaben.
Im Anschluss hieran erhielten wir einen Vortrag von einer Köchin der Bildungsstätte, die uns etwas über Nahrungsmittel im Allgemeinen und die Verpflegung vor Ort im Besonderen erzählte. Geduldig beantwortete sie auch alle anfallenden Fragen und zum Ende des Vortrags wurden Obst und Gemüse vorgestellt und der Stockbrotteig für das abendliche Grillen vorbereitet.
Danach brachte uns Sarah wieder einige, diesmal etwas anstrengendere, Übungen bei, die sie als „Entspannungs-Übungen“ bezeichnete, die wir aber als ganz schön
anstrengend ansahen. Tja, wenn man das nicht öfter übt… Aber natürlich sahen wir ein, dass uns dies später zugutekommen würde, weil die Übungen zu aufrechter Körperhaltung, besserer Durchblutung der Organe und gesünderer Lebensweise verhelfen. Insbesondere der „Löwe“ kam hierbei bei allen hervorragend an ... ;o)
Nach dem Mittagessen war bereits der nächste Vortrag angesagt, bei dem Benny Sauer uns einen interessanten Vortrag über Muskeln, deren Aufbau und Wirkungsweise und den Einfluss von Training auf die Muskulatur erzählte. Benny hatte mit etwas älteren Teilnehmern gerechnet, war aber sehr wohl in der Lage, auch den Kleineren anschaulich den Inhalt seines Vortrags nahe zu bringen.
Jetzt waren sportliche Aktivitäten angesagt, die zum Teil auf dem vorhandenen Sportfeld und zum zweiten Teil neben dem Waldweg auf den befestigten Drahtseilen stattfanden. Hier waren Teamgeist und kameradschaftliche Hilfe angesagt.
Gegen ½ 6 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Bauern, der uns am Melken teilhaben lassen wollte. Zwar konnten wir nicht, wie insbesondere die Kleineren gehofft hatten, tatsächlich per Hand melken, aber man konnte im Stall den Vorgang des Melkens per Maschine beobachten und erfuhr anschließend noch etwas über die Milchproduktion und die Rinderzucht, die ein nicht so sehr einträgliches Geschäft darstellen. Aber was würden wir ohne unsere Bauern machen …
Wir konnten die kleinen Kälbchen, die noch gesäugt wurden, sehen und auch die etwas größeren, die gerade „abgestillt“ wurden. Insbesondere unsere weibliche Jugend war nur schwer von „Handgreiflichkeiten“ gegenüber den Kälbchen abzuhalten. So war auch dieser Besuch auf dem Hof recht lehrreich.
Zurück in der Bildungsstätte mussten wir erst einmal den Grill reparieren, bevor wir endlich mit dem Grillen von Würsten und Steaks beginnen konnten. Aber von der Küche war alles bereits so lecker vorbereitet, dass alle schnell und konsequent abgefüttert werden konnten, als es endlich so weit war. Als „Nachtisch“ gab´s dann das vorbereitete Stockbrot, was bei Einigen zu Schwierigkeiten führte, weil sie sich nicht rechtzeitig, nämlich im Hellen, einen Stock besorgt hatten und jetzt auf dem Handy keine Taschenlampen-App vorhanden war. Wie haben wir das eigentlich früher gemacht???
Den Abschluss des Abends bildete eine Runde „Werwolf“ – und es blieb bei der einen, weil wir die Jugend offensichtlich im Verlauf des Tages redlich müde gemacht hatten.
Der Sonntagmorgen begann mit einem etwas späteren Frühstück und ohne Waldlauf. Die Zimmer wurden geräumt und dann gab es eine kleine Arbeitsrunde, deren Ergebnis von den jeweiligen Gruppen vorgetragen wurde, bevor wir uns in die Fahrzeuge schwangen und durch den herbstnebligen Wald in Richtung Bad Arolsen fuhren, wo der letzte sportliche Teil der Gesamtveranstaltung stattfinden sollte. Im recht kleinen Becken standen uns lediglich zwei Bahnen zur Verfügung, die wir aber, in zwei Gruppen aufgeteilt, trotzdem für unsere Zwecke nutzen konnten und zum Schluss nutzten wir noch ein Viertelstündchen die im nebenan liegenden Spaßbad vorhandene Riesenrutsche und nahmen ein warmes Bad im Whirlpool, bevor wir uns wieder in Richtung Edersee begaben. Dort gab es noch ein Mittagessen, das – sehr lecker – aus Reis mit Goulasch und Salat bestand und dann gab es noch das übliche Abschlussfoto, einen tränenreichen Abschied und dann eine Heimfahrt, die – weil keine Lastwagen unterwegs waren – wesentlich stressfreier ausfiel, als die Herfahrt.
Einhellige Meinung aller Beteiligten war, dass die Veranstaltung ihr Ziel erreicht und Spaß gemacht hatte und der Gesundheit eines jeden Einzelnen förderlich war.

n sich war´s rechtzeitig bekanntgemacht worden. Und ursprünglich waren auch einige dabei, die ihre Teilnahme zugesagt hatten. Und dann ging´s Schlag auf Schlag – der eine musste in die „Ostzone“, der andere hatte einen Termin auf der „Wies´n“ beim Oktoberfest in München und ein weiterer war zum Spezialkurs in Richtung Bodensee unterwegs. Noch einer war just davor unter´s Messer gekommen (nein – keine Schönheitsoperation) und wieder andere hatten einfach Dienst. Einer hatte bereits am Dienstag abgesagt: gesundheitliche Gründe – gottseidank nix Schlimmes und eine ganze Taucherfamilie war kurz vorher von der „Rüsselpest“ ereilt worden und bekam keinen Druckausgleich. Unsere Elke hatte deswegen leider keine Mitfahrgelegenheit. Ruth fuhr auch schon nicht mit, weil sie seit geraumer Zeit wieder unter ekligen Schmerzen in der linken Schulter litt. Kein Doktor und auch die Untersuchung im MRT hatten bislang keine vernünftige Diagnose erlaubt und so wollte sie sich die Autofahrt, die ihr regelmäßig große Schmerzen bereitete, ersparen.
Ich kam schließlich als erster in Schönbach am See an und die Herborner waren scheinbar schon wieder fort und nur der TLvD mit seinem Verein war schon da. Ich meldete mich an und wartete ein Weilchen. Fast hatte ich schon befürchtet, allein zu bleiben und mich gegebenenfalls an einen der Anwesenden dranhängen zu müssen, da tauchte Familie Müßig auf und der Abtauch-Tag war gerettet. Wir meldeten uns kompletto an und auch Basti durfte mit tauchen, weil wir dann als große Gruppe unterwegs sein wollten.
Unterwegs zum See erklärte Steffi, sie könne sich nun schon ganz alleine anziehen, was sich großenteils auch bewahrheitete und wir machten den ersten Tauchgang links herum, in der Hoffnung, neben Barschen, Hechten und Karpfen vielleicht auch Stör und Waller zu sehen. An der Tauchregionsmarkierung schlugen wir uns in Richtung Süden über den See durch und stießen am gegenüberliegenden Ufer auf zwei wirklich kapitale Hechte. Nur Waller und Stör waren leider ausgegangen. Nach einer guten halben Stunde tauchten wir wieder im Einstieg auf und machten eine gemütliche Mittagspause. Zu meinem trockenen Brötchen bekam ich von Andrea eine selbstgemachte Frikadelle und nach gut einer halben Stunde machten wir uns auf den Weg, einen zweiten Tauchgang zu unternehmen, der uns schließlich rechts herum bis fast in die hinterste Ecke führte. Auch hier sahen wir diverse Hechte, Karpfen und Barsche, von den Schwärmen an Rotfedern und Jungfischen ganz abgesehen. Die Sonne schien und hinterließ Lichtreflexe auf den Felsformationen, dass es eine wahre Pracht war. Nur waren auch hier Stör und Waller ausgegangen.
Zufrieden beendeten wir auch hier nach einer guten halben Stunde den Tauchgang, nachdem die Flaschen weitgehend geleert waren, packten zusammen und machten uns wieder auf den Heimweg, den ich unterwegs bei Ruths Eltern in Wetzlar nochmals unterbrach, um das neu gemachte Bad zu besichtigen, von dem ich gehört hatte, es sei jetzt fertig geworden.
Und mit Müßigs war ich für heute Abend nochmal zum Training im Textorbad verabredet – im Übrigen dem ersten nach der Sommersaison im Stadionbad. Hier allerdings war ich guter Hoffnung, dass noch ein paar mehr Mitglieder teilnehmen würden, als am Nachmittag in Schönbach.
Ich sollte mich nicht getäuscht haben…

In diesem Jahr ballen sich die Termine. Kaum sind wir aus Österreich zurück, geht´s nach Spanien – und kaum ist das ´rum, kommt schon wieder das traditionelle Jugendgrillen.
Eigentlich wollten wir schon am Freitagabend zwecks Aufbau nach Schönbach, aber am 19.9. findet in Hanau auch der – ebenfalls schon traditionelle – Lauf gegen Gewalt statt, an dem wir mit der Gruppe „In Hammersbach läuft ´was..“ nun auch schon zum dritten Mal teilnehmen. Und dieses Mal sogar aus dem Stand, weil dieses Jahr für Lauftraining überhaupt keine Zeit war. Nach dem Lauf macht sich Ruth schon mal auf den Weg und ich fahre nach Roßdorf, weil hier vom Ski- und Wanderclub noch eine Vorstandssitzung stattfindet. Nach deren Beendigung um 21.20 Uhr mache ich mich auch auf den Weg nach Schönbach und komme dort gegen 22.30 Uhr an.
Entgegen der Vorhersagen im Wetterbericht herrscht klare Sicht und ein Sternenhimmel, wie er im Rhein-Main-Gebiet und noch nicht einmal in der Wetterau zu sehen ist. Wir babbeln uns noch ein bisschen fest und es ist schon nach Mitternacht, als wir endlich ins Bett kommen.
Am Morgen weckt uns das Handy um 8.00 Uhr und ich mache Kaffee, bevor ich mich mit Isa auf den Weg nach Driedorf mache, um Getränke und Biertischgarnituren zu holen. Da das alles ein bisschen viel ist, müssen wir zwei Mal fahren und bei den Garnituren kauere ich hinten und halte alles zusammen, damit nichts kippt.
Und dann laufen so nach und nach die Mannschaften ein. Beim Stand von 56 höre ich auf zu zählen und bin dann auch nicht mehr mit TLvD dran, so dass auch ich ins Wasser komme.
Das Spektakulärste, was ich heute und in Schönbach überhaupt zum ersten Mal zu sehen bekomme, ist ein Stör. Es soll auch noch ein größerer im See sein (wenn es sich hierbei nicht um Taucherlatein handelt). Die Hechte allerdings kenne ich schon. Es ist trotzdem auch immer wieder schön, durch die Schwärme von Jungfischen zu tauchen und man kommt sich ein bisschen vor, wie in der Karibik.
Das Jugendteam hat wieder einen schönen Parcours vorbereitet mit diversen Fragen auf einlaminierten Folien und der „Pfad“ endet an einer Kloschlüssel, aus der man sich dann Gummibärchen heraushangeln darf. Da bekommt der Ausdruck „ein Griff ins Klo“ gleich ´ne ganz andere Bedeutung.
Zwischenzeitlich gibt´s auch Gegrilltes, wohl zubereitet von weiteren Mitgliedern des Jugendteams und dazu Salate und anschließend Kuchen, oder Muffins, der/die von Eltern und anderen Tauchern mitgebracht worden sind. Mit viel Spaß und Gelächter, aber auch intensiven Gesprächen geht der Tag zur Neige und ich komme noch dazu, mit Ruth einen gemütlichen Abschlusstauchgang zu machen, bevor abgebaut, alles verstaut und die Restgetränke und die Garnituren wieder zurückgebracht werden. Und der Wettergott hat, bis auf einen gehörig nassen Heimweg, einigermaßen Rücksicht auf uns genommen.

Die Tour nach Tamariu mit der HTSV-Jugend findet nunmehr bereits seit mehreren Jahren statt, aber es bedarf doch trotzdem immer wieder eingehender Vorbereitung,
bis es endlich losgehen kann. So müssen die Unterkünfte und Kleinbusse gemietet werden, Essenspläne geschmiedet und Versicherungen abgeschlossen werden. Einmal ganz abgesehen davon, dass man sich natürlich Gedanken machen muss, was man – über das normale und eigene Equipment hinaus – noch zusätzlich mitnehmen muss. Diesmal nehmen wir auch erstmals mehrere eigene DTGs und Blei mit um die Basis zu entlasten. Laut Toms Aussage haben sie zwar im letzten Jahr 400 Kg Blei zusätzlich erworben, aber irgendwie habe er das Gefühl, das Zeug bekomme Beine.
Aber nun sind die letzten Vorbereitungen getroffen, letzte INFO-Mails geschrieben und alle Taschen gepackt und morgen kann´s endlich losgehen.

Freitag, 29.8.2014
Ich habe heute schon einen Tag Urlaub genommen, damit nicht erst noch der Stress eines Arbeitstages zu der ohnehin schon anstrengenden Fahrt hinzukommt. Die Firma Hertz hat angerufen, dass wir die Fahrzeuge erst komplett um 3.00 Uhr zur Verfügung gestellt bekommen können. Vorher hätten wir auch nicht gekonnt. Zwischenzeitlich bringt Ruths Kollege Niels freundlicherweise Ruth in Hanau vorbei.
Die Autos werden inspiziert, kleinere Mängel dokumentiert und dann das Gepäck umgeladen. Verabredet sind wir mit dem Rest der Truppe um 16.30 Uhr in Langen hinter dem Hallenbad. Das Maut- und Spritgeld wird auf die Fahrzeugbesatzungen verteilt, die sich inzwischen gebildet haben. Als wir mit den 3 Fordbussen in Langen ankommen, sind doch schon ein paar von uns da. Der Rest trudelt langsam ein und wir packen schnell die Klamotten in die Autos. Die trauernden Hinterbliebenen verabschieden sich und wir machen uns gegen 17.15 Uhr auf die Piste. Von kleinen „Unebenheiten“ abgesehen kommen wir hervorragend voran und machen erst kurz hinter Freiburg einen Stopp, wo wir eine Kleinigkeit zu uns nehmen. Dann geht´s wieder los. Einer der beteiligten Busse will zur Unterhaltung beitragen und hält ein Blatt Papier ans Fenster. Diesen Moment nutzen die andern zwei Busse und fahren Richtung Mühlhausen davon, während der „Unterhaltungsbus“ weiter in Richtung Basel düst.
Die Anderen fahren gemütlich weiter und als wir schließlich kurz nach Lyon wieder eine Pause machen, dauert es nur ein paar Minuten, bis die Anderen uns wieder eingeholt haben. Von da an bleiben wir weitgehend beisammen und erreichen Tamariu in einer bisher noch nicht dagewesenen Zeit. Die Basis hat noch nicht einmal geöffnet, aber wir laden unsere Tauchklamotten am Strand aus und tragen sie in Richtung Stolli. Dann fahren wir zum Campingplatz und lassen uns unsere Häuschen zeigen. Es zeigt sich, dass wir gut untergebracht sein werden. Ein Teil macht sich gleich auf den Weg Richtung Einkauf, damit es mit dem späten Frühstück was wird. Am Nachmittag kommen zum ersten Tauchgang, der ein Lust- und Ausblei-Tauchgang sein soll.
Zum Abendessen gibt´s dann schon wieder gute Sachen und alle fallen ziemlich zügig zu Bett.

Sonntag, 31.8.2014
Alex hat – wie immer – den Tauchplan für heute bereits gestern Abend erstellt. Dieser wird beim Frühstück verlesen, so dass jeder weiß, mit wem er heute unter Wasser kommt. Die Unruhe auf der Basis hält sich deswegen in erfreulich engen Grenzen und es kommen nach und nach alle aufs Boot und nur ich bin am Morgen mit Vicky und Lukas von Land aus unterwegs, weil die beiden gestern nicht ins Wasser gekommen sind. Wir machen auch einen gemütlichen Gang und erfahren dann, dass zwischenzeitlich im Riff Adlerrochen gesehen worden sind.
Am Nachmittag sind diese natürlich nicht mehr da, obwohl sowohl Tom, als auch Mary Stein und Bein schwören, sie hätten sie angefüttert .. ;o) Immerhin macht auch der Nachmittagstauchgang vom Boot mit viel Fisch Spaß und zum Schluss machen wir noch einen gemütlichen Tauchgang mit Alex von Land aus.
Zum Abendessen gibt´s Wraps, die selbst zusammengestellt und gerollt werden sollen, was beim Ein- oder Anderen nicht ganz so problemlos gelingt. Und dann zieht sich die Jugend mit einem Betreuer zum Strand zurück und der Rest sitzt noch ein wenig vor der Hütte und erzählt von alten Zeiten.

Montag, 1. September 2014
Nach dem Frühstück gehen die Einen wieder zum Strand, die anderen machen Küchen- und Putzdienst und Ruth, Steffi und ich fahren zum Einkaufen. Nachdem wir Aldi, Lidl und Esclat abgeklappert haben, haben wir alles beisammen und kommen noch rechtzeitig zur Basis, obwohl wir keinen Hausschlüssel haben und Ruth bereits während des Ausladens zur Basis läuft um den Schlüssel zu holen. Unterwegs trifft sie allerdings Sabrina, die bereits auf dem Weg zum Küchendienst ist und so kommen wir pünktlich zum Umziehen und aufs Boot. Ich habe Julius als Tauchpartner, dem wir inzwischen ein bisschen Blei abgeschwatzt haben und auch die Handschuhe. Wir sehen viel Fisch, inklusive Muränen und einen großen Conger. Von diesem ist allerdings nur ein großer, grauer Bauch zu sehen. Und Julius weiß jetzt, wie Drachenköpfe aussehen.
Der Nachmittag vergeht mit vergeblicher Seepferdchensuche . Auf dem Heimweg verlieren wir noch Ruths Badeanzug, den ich aber auf dem Bürgersteig wiederfinde, nachdem ich mich natürlich umgehend auf die Suche begeben habe.
Anschließend duschen wir, führen Buch und ich setze mich an den Bericht, während Ruth zum Kochen aufbricht, damit wir nicht Hungers sterben müssen.

Dienstag, 2.9. bis Freitag, 5. September 2014
In Folge der durchaus gedrängten Ereignisse komme ich in der Zwischenzeit nicht mehr zum Schreiben, so dass die obigen Protokolle reine Gedächtnisprotokolle sind. Es ist aber auch sehr viel passiert. Durch die jeweiligen Fußwege von und zum Campingplatz reduzieren sich die Freizeiten um Einiges. Hinzu kommt erschwerend, dass wegen des hohen Taucheraufkommens auf der Basis das erste Boot morgens bereits um 8.00 Uhr abfährt und somit für ein Frühstück für diese Gruppe keine Zeit bleibt. Am Dienstag beispielsweise ist dies für Ruth und mich der Fall. Nach diesem Tauchgang wollen wir eine Kleinigkeit frühstücken und dann einkaufen. Aber als wir unsere Hütten erreichen, ist alles abgeschlossen. Und als wir vom Einkauf zurückkommen, sitzt nur Ralf vorm Haus und hat immer noch keinen Schlüssel. Also flitzt er los, den Schlüssel zu holen, während wir den kompletten Bus alleine ausladen. Just, als wir damit fertig sind, geht an der Knabenhütte die Tür auf und es zeigt sich, dass eine ganze Meute Jungs und Mädels in der Hütte saßen und uns quasi bei der Arbeit zugeschaut haben. Ich bin ziemlich sauer und spreche ein „Wort zum Sonntag“.
An einem weiteren Morgen kommen morgens um 7.00 Uhr, just als Max zum Tauchen gehen möchte, 3 Mädels aus dem Knabenhaus, leise und verstohlen, aber Neptun hat´s natürlich trotzdem schon gesehen. Auch hier gibt es selbstverständlich eine - neuerliche – Ansage mit dem nachdrücklichen Hinweis, dass das auf keinen Fall geduldet werden kann und im Wiederholungsfall drastische Maßnahmen nach sich ziehen wird. Für diesen Abend ist der – bisher abends freigegebene - Strandgang gestrichen.
Ansonsten aber bewährt sich unsere bisherige Einteilung der Putz- und Küchendienste und es wird recht gut gelebt. Regelmäßig werden auch die Ausführenden hierfür reichlich gelobt.
Die Anzahl der Verletzungen hält sich in erfreulichen Grenzen. Hier hat mal einer Ohrenschmerzen, dort hat sich jemand den Finger beim Dosenöffnen ein bisschen geschnitten und eine Dritte hat Probleme beim Druckausgleich. Und auch die erkältungsbedingten Ausfälle bei den Tauchgängen sind kaum der Erwähnung wert.
Bereits am Abend des Donnerstages findet die allseits gefürchtete Tauchertaufe statt. Allerdings ist auch hier keine wirkliche Härte angesagt und selbst der Tauftrunk sieht nicht so erschreckend aus wie in Österreich. Die Zeremonie wird von einem interessierten Publikum – nicht nur aus der Basis – beobachtet. Anschließend geht´s schnell wieder zum Campingplatz, weil ja noch gekocht werden soll.
Und dann ist schon wieder Freitag – der letzte Tauchtag. Das Wetter lässt wieder eine Tour zur Grotte zu. Das Meerchen zeigt sich von seiner ruhigen Seite. Ententeich ist angesagt und die Jugend findet´s cool.
Zum Abschluss des Tages werden die Klamotten ausgewaschen und – soweit das möglich ist – getrocknet. Gepackt werden soll dann allerdings erst morgen früh.
Ruth hat Probleme mit ihrer Schulter und fühlt außerdem eine Erkältung im Anzug. Alle anderen machen sich zum Abschluss nochmal auf den Weg zum Strand, wo Jan ein paar Fackeln angezündet hat und wir uns zusammensetzen und ein paar alte Geschichten zum Besten geben. Ich mache mich mit Dave frühzeitig wieder auf den Heimweg, weil der morgige Tag anstrengend zu werden verspricht.

Samstag, 6.9.2014
Der Wecker klingelt – wie immer – viel zu früh, aber bis um 11.00 Uhr müssen wir die Hütten geräumt haben, weil dann die Putzkolonne kommt. Die Rechnung haben wir bereits vorher erhalten und auch an der Rezeption erzählt, dass eine der Gemüseschalen eines Kühlschranks ein Loch hat, weil jemand diese auf eine heiße Herdplatte gestellt hat, die daraufhin ebenfalls nicht mehr schön aussieht. Der Concierge ist aber der Meinung, seine Mutter hätte gesagt, das sei schon in Ordnung. Wir wollten´ s ja aber wenigstens gesagt haben.
Bis alles wieder so aussieht, wie vor unserem Einzug und auch die Teller, Tassen, Töpfe und Bestecke an ihrem Platz sind, dauert es eine Weile. Zwischendurch werden schon die eigenen Flaschen von der Basis abgeholt und Tauchtaschen gepackt. Um 10 Minuten vor 11.00 Uhr ist aber alles fertig du wir können die Schlüssel abgeben. Alle begeben sich noch einmal zur Basis und wir verabschieden uns ordnungsgemäß mit einem dreifach donnernden „Caisson“. Die Crew der Basis bestätigt uns, dass wir uns brav und pflegeleicht verhalten hätten und im nächsten Jahr wiederkommen dürfen. Dann entern wir die Busse, fahren an der konkurrenzlos günstigen Tankstelle vorbei und tanken die Busse bis zum Stehkragen. Dann kann jeder im Supermarkt nochmal einkaufen, was er für die Heimfahrt braucht (natürlich nur Gesundes und keinen Süsskram … ;o)) und dann geht es endlich in Richtung Heimat.
Bis zur Auffahrt auf die Autobahn bei Figueres läuft das auch wunderbar, aber schon bei der Auffahrt zeigt sich – hier ist´s vorbei und dann brauchen wir bis zur französischen Grenze fast 5 Stunden – nur Stop-and-Go. Was genau der Anlass hierfür ist, erfahren wir nicht. In La Jonquera verlassen wir nach einer Pipi-Pause die Autobahn und stauen uns über die Landstraße bis zur Grenze und dann – wieder auf der Autobahn – ist der Knoten geplatzt und wir kommen zügiger vom Fleck. Immerhin haben wir viel Zeit ein Hörbuch zu hören. Es heißt „Er ist wieder da“ und es handelt sich um eine bitterböse Satire auf eine fiktive Rückkehr von Adolf Hitler, perfekt nachgesprochen von Christoph Maria Herbst.
Aber um 18.00 Uhr waren wir eigentlich bereits in unserem Übernachtungshotel in der Nähe von Lyon angemeldet. Wir rufen dort an und teilen mit, dass wir als Stauopfer nicht rechtzeitig ankommen werden. Beruhigender Weise erfahren wir, dass das Hotel am Wochenende 24 Stunden geöffnet ist und wir kommen können, wann wir wollen.
Tatsächlich trudeln wir erst ziemlich erschöpft gegen 1.30 Uhr in der Nacht ein, verteilen nach der Anmeldung die Zimmerkarten und fallen dann in einen tiefen Schlaf, der am Morgen wieder durch den Wecker unliebsam gestört wird.

Sonntag, 7.9.2014
Frühstück gibt es heute keines. Jedenfalls nicht im Hotel. Um kurz nach 8.00 Uhr sind wir wieder auf der Piste und halten erst um 9.15 Uhr wieder auf einem Rastplatz, wo wir Bänke und einen Spielplatz belegen und ein umfangreiches Frühstück zu uns nehmen. Dann bleibt noch eine kurze Zeit für ein Tauchergericht und die Verteilung der Tauchpässe, bevor wir uns wieder „uff die Gass´“ begeben. Heute hat Alex PS noch einige MP3-Dateien dabei, deren Inhalt von einem Känguru handeln und die derart skuril sind, dass mir das Lachen während der Fahrt Tränen in die Augen treibt.
Die Tour wird nochmal bei Saarbrücken unterbrochen, weil in einem der Busse nahezu eine Revolte (überwiegend initiiert vom stellvertretenden Landesjugendwart) ausgebrochen ist. Er und die übrige Jugend möchte in dem Delikatessengeschäft mit dem goldenen „M“ eine letzte Mahlzeit vor der Ankunft einnehmen.
Das kostet uns zwar fast eine Stunde, wird aber offensichtlich von Allen in Kauf genommen. Mir gibt das gar nichts, weil ich die scheußlich lapprigen Brötchen nicht leiden kann. Dann geht´s ohne weitere Unterbrechungen weiter und wir sind gegen 15.30 Uhr in Langen, wo einige bereits erwartet werden. Taschen und Gerätschaften werden aus- und umgeladen und einige fahren mit uns weiter nach Hanau, wo wir die Autos bei der Jet-Tankstelle an der Steinheimer Brücke wieder bis obenhin volltanken.
Dann bringen wir unsere Fahrzeuge zur Vermietung zurück und laden auch hier noch einmal um. Alex PS fährt mit uns nach Hause, weil seine Mutter bereits bei uns vor der Haustür steht. Ruth fährt mit den beiden weiter nach Wetzlar, um unser Autochen, das zur Reparatur in Wetzlar war, abzuholen und ich lade das Nötigste aus, hänge die nassen Tauchklamotten auf und stelle die erste von voraussichtlich noch einigen Waschmaschinen an. Dann setze ich mich an Abrechnung und Bericht und warte darauf, dass mein Weib wieder erscheint. Heute Abend passiert ansonsten nicht mehr viel und wir öffnen ein Fläschchen Saft, legen die Füße hoch und begeben uns nach dem Hessenquiz zu Bett, weil auch morgen früh der Wecker wieder viel zu früh zu klingeln droht…

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