Die Einladung zum diesjährigen Sommerfest war rechtzeitig rausgegangen und es hatten sich immerhin 22,5 Personen angemeldet (die 0,5 hinten dran war Dorian Prehl, der von seinen Eltern offensichtlich noch als „halbe Portion“ angesehen wurde … ;o) )
Ort der Veranstaltung war der Garten unserer VereinskameradInnen Waldenmaier – wild-romantisch gelegen am Oberräder Hang. Ich hatte zwar ein paar Hinweisschilder vorbereitet, die allerdings auf unserem Tisch Zuhause liegengeblieben waren. Und Google-Maps hatte nicht nur uns einen Streich gespielt, weil die Nummer 133, unter der der Garten zu finden gewesen wäre, bei Google falsch angezeigt wurde. Wir waren zwar schon einmal in dem Garten gewesen, brauchten aber trotzdem etwas Zeit, bis wir richtig angekommen waren. Und zwischendurch waren wir bei unserer Suche noch auf Dave getroffen, der ebenfalls nicht ortskundig war.
Aber schließlich fanden sich alle ein. Waldenmaiers hatten bereits alles vorbereitet und die Getränke waren ebenfalls kalt. Angesagt war ein heißer Tag, der auch mit einem Gewitter hätte enden können. Wir stellten – ob der Hitze – unseren mitgebrachten Pavillon auf und auch ein kurzer Guss konnte uns nicht von weiteren Aktivitäten abhalten.
Es wurde Kupp (Schwedenschach) gespielt und die Feier zog sich von 14:30 Uhr bis spät in die Nacht hin.
Da Ruth und ich mit dem Wohnmobil angereist waren, konnten wir im Anschluss noch mit unseren Gartenbesitzern ein wenig am Lagerfeuer sitzen, ein Tässchen Sekt zu uns nehmen und ein bisschen klönen.
Da ab 23:00 Uhr keine Flieger mehr über uns hinweg donnerten, verbrachten wir eine vergleichsweise ruhige Nacht und frühstückten am nächsten Morgen noch gemeinsam, bevor wir uns nach Hause und zu neuen Aktivitäten verabschiedeten.

Auch dieses Jahr fand das VDST Bundesjugendtreffen wieder statt, diesmal mit wunderbar warmen Temperaturen am Schladitzer See bei Leipzig. Von Donnerstagmittag bis Samstagmorgen war Anreise, Jugendliche aus ganz Deutschland waren auf dem Weg, alle kamen problemlos (wenn auch teilweise recht übermüdet) an. Nachdem das Zelt als Nachtlager errichtet war, ging es erstmal zum Essen. Morgens wie Abends gab es Brötchen mit Wurst und Käse zum selbst belegen, sonntags sogar Gegrilltes, das restliche warme Essen ließ jedoch Raum für Verbesserungen. Nach der offiziellen Eröffnung am Samstagmorgen begannen die ersten Workshops, an Land und im Wasser, mit Abnahme oder nur zum Spaß, für jeden war etwas dabei.
Zur Stärkung des Zusammenhalts galt es für Vereine und andere Gruppen jeweils einen kleinen Abenteuerparcours mit aneinandergebundenen Händen zu absolvieren, einen anstrengende Viertelstunde, die sich durchaus lohnte. Auch konnte jederzeit für eine Zirkusshow geprobt werden, die mit großer Begeisterung am letzten gemeinsamen Abend aufgeführt wurde, Kleine wie Große hatten ihren Spaß an Akrobatik und Einrad fahren, Clownsnummern und Zauberei. Wer den Schladitzsee erkunden wollte, hatte die Möglichkeit dies bei einem reinen Spaßtauchgang oder auch, mit wissenschaftlichem Hintergrund, bei einem Kurs von unserem Präsidenten Prof. Dr. Franz Brümmer zu tun. Wer sich jedoch nicht lange mit dem Zusammenbauen des Gerätes aufhalten wollte, konnte an einem Apnoeworkshop teilnehmen und seine Apnoe*/** -Prüfung ablegen. Die dazu nötige Theorie gab es nach dem Abendessen bis spät in die Nacht. Aber nicht nur unter Wasser sondern auch am Rand des Sees waren Taucher zu finden: Jeder Interessierte schwamm mit Monoflosse oder einem OT-Gerät zum Schnorcheln von Boje zu Boje und gewann interessante Einblicke in völlig andere Bereiche des Tauchsports. Außerdem war es möglich, den Aquapark des Platzes zu besuchen, dort zu schwimmen, zu klettern und mit den neu gewonnenen Freunden Zeit zu verbringen.

Aber nicht nur Freundschaften entstanden bei diesem Treffen, es wurden auch Brücken zwischen Nord und Süd geschlagen: Das ausgerichtete Beachvolleyballturnier gewann das Team „Hesmen“, ein Zusammenschluss aus Bremern und Hessen, die gezeigt haben, dass Entfernungen im Wettkampf keine Rolle mehr spielen. Auch wurde, wie jedes Jahr, ein Fotowettbewerb ausgeschrieben und ein Videopreis, jeweils in den Altersgruppen 6-12 und 14+, vergeben. Trotz der vieler verschiedenen Interessen und Regionen war eines jedoch allen gemein: der Spaß am Tauchen. Aus diesem Grund ist für alle, die dabei waren, eins ganz sicher: Auf nach Xanten zum Bundesjugendtreffen 2016!
Bilder: http://tgwaspo.de/cms/jugend/berichte/bundesjugendtreffen-2015.html

Nach längerer Vorbereitungszeit und einigen Verständigungsproblemen waren wir übereingekommen, die diesjährige Vereinsfahrt gemeinsam mit dem TSC Gelnhausen durchzuführen.
Wolf vom TSC Gelnhausen hatte uns dies bereits im letzten Jahr angeboten und sich freundlicherweise auch schon um die Reservierung von Stellplätzen bemüht. Dem Vernehmen nach hatten sich vom atlantis insgesamt 15 Personen – ganz überwiegend Camper – angemeldet. Das war doch immerhin schon mal eine Hausnummer …
Es hatte sich nun auch so langsam herauskristallisiert, dass die Verpflegung überwiegend in Eigenregie stattfinden sollte und dass lediglich für den Feiertag (Fronleichnam) und den Samstag Gemeinschaftsverpflegung in Betracht gezogen werden sollte. Für Donnerstag sollte es Hot-Dogs geben und für Samstag war ursprünglich der gemeinschaftliche Verzehr eines größeren Spanferkels vorgesehen gewesen. Leider hatte sich gezeigt, dass der Spanferkel-Griller gar nicht an dem Event teilnehmen würde.
Bei uns war es so, dass Ruth bereits am Sonntag vorher aus dienstlichen Gründen nach Bremen musste und erst am Dienstagabend gegen 22:30 Uhr wieder zurückkommen würde. Am Mittwoch sollte es dann schon sehr früh losgehen. Unsere Flaschen waren gerade beim TÜV und nicht rechtzeitig wieder da. Dafür hatte sich unser Holzwurm bereit erklärt, uns aus dem vereinseigenen Fundus zwei Flaschen zu reservieren und diese auch noch mitzubringen. Dies ersparte mir einen zusätzlichen Weg nach Offenbach, wofür ich ihm sehr dankbar war.
Da ich am Dienstagabend mit den Hammersbacher Mädels laufen wollte (Merke: In Hammersbach läuft was...), musste ich also unser Mobil weitgehend am Montag packen und die entsprechenden Vorbereitungen treffen (Kühlschrank vorkühlen und Wasser und Sprit auftanken, Kaffeemaschine und Sonnenmilch ins Mobil bringen, sowie Bettwäsche austauschen etc.) Außerdem hatte ich für Dienstag noch ein Backhausbrot bestellt, damit wir nicht verhungern würden, aber am Mittwoch konnten wir ja auch noch frische Brötchen für unterwegs erwerben. Aber schließlich war alles vorbereitet und es konnte losgehen:

Mittwoch, 3.6.2015
Wir kommen rechtzeitig aus den Federn, nagen noch eine Kleinigkeit und besorgen uns dann bei der Bäckerei unseres Vertrauens noch eine Wegzehrung. Den Kaffee haben wir ebenfalls vorbereitet, so dass wir für unterwegs verpflegt sind. Wir sind früh genug und haben zwar viel Verkehr, aber es läuft und so sind wir bereits um 12:30 Uhr vor Ort – Zeit genug, noch ein paar fehlende Kleinigkeiten zu besorgen und uns Nordhausen wenigstens beim Durchfahren einmal zu betrachten. Und wir finden einen Stand, an dem es noch einmal Spargel gibt. Da der Verkäufer auch noch Erdbeeren und Kirschen im Angebot hat, schlagen wir auch hier noch zu. Als wir am See eintreffen, sind einige der Gelnhäuser schon da und wir werden sehr herzlich begrüßt. Wir suchen uns ein schattiges Plätzchen und richten uns wohnlich ein, bevor wir uns bei der Basis anmelden.
Da wir nicht gemeinsam mit Gelnhausen angemeldet sind, richten wir ein eigenes „Vereinsblatt“ ein und tragen die Personen, von denen wir wissen, dass sie noch nachkommen, bereits ein. Dann trudelt unsere Mannschaft so nach und nach ein und der Rest des Tages ist mit dem Aufstellen diverser Zelt ausgefüllt. Es ist noch sehr frisch draußen und der Wind bläst in Böen stürmisch. Wir verzichten daher auf das Aufstellen unseres Pavillons, weil der sowieso gleich wieder fortgeflogen wäre. Dorian, Siljas und Michas Sohn, hat sich gleich mit Elena angefreundet, die im übernächsten Zelt wohnt und altersmäßig gut zu ihm passt. Sie ist aber auch wirklich eine Niedliche. Nur mit Mühe ist er davon abzuhalten gleich zum Nachbarn umzuziehen. Wir bereiten unseren Spargel, die Kartoffeln und den erworbenen Schinken zu und essen genüsslich. Am Abend sitzen wir noch ein wenig beisammen und erzählen alte Geschichten.

Donnerstag, 4.6.2015
Das Frühstück war auf 8:30 terminiert, aber da in Thüringen kein Feiertag ist, fahren bereits seit 7:30 die Lastwagen nebenan vorbei und wir bedauern unsere Kempfs, die bestimmt meinen, die Lastwagen führen durch ihr Vorzelt. Susanne hat sich bereit erklärt die Brötchen zu holen und wir frühstücken gemütlich. Mir ist in der Nach siedend heiß eingefallen, dass ich zwar sonst an alles gedacht habe, bis auf Ruths Unterzieher für den Trocki. Ruth ist zu Recht angefressen und begibt sich mit Silja in die Stadt um irgendwas zu finden, was sie unter dem Trockentauchanzug anziehen kann.
Zwischendurch bereden wir kurz, wer mit wem taucht und dann finden die ersten Gänge statt. Bereits am Tag vorher waren wir natürlich bereits am Steg und haben geschaut, wie die Sicht so ist. Dabei konnte einem bereits das Herz aufgehen. Und auch jetzt zeigt sich, dass der äußere Eindruck nicht getrogen hat. Sicht ohne Ende und richtig dicke Karpfen, Schleien und Krebse. Der Tag vergeht mir Briefing,tauchen und Nachbriefing und keinem ist es langweilig. Es steht zu befürchten, dass das verlängerte Wochenende wieder viel zu schnell vorbei geht.
Am Nachmittag erfolgt noch ein größerer Einkauf im gegenüber liegenden ALDI-NORD, weil es zum Grillen noch Fleisch und Grünzeug geben soll. Wir probieren noch einen günstigen Prosecco, der gar nicht schlecht ankommt.
Inzwischen sind noch Bekannte von Micha angekommen, die bei ihm Übungen machen wollen und insgesamt wird der Kreis noch ein bisschen größer.
Am Abend unternehmen wir noch einen Nachttauchgang, weil ja erfahrungsgemäß nächtens mehr los ist, als am Tag. Wenigstens aber mit anderen Beteiligten. Aber das Einzige, was sich geändert hat, sind die Horden an Krebsen, die jetzt draußen sind. Die Karpfen sind vollkommen verschwunden. Wahrscheinlich war ihnen tagsüber die Hektik im See zu groß.

Freitag, 5.6.2015
Heute sind wir ein wenig früher, weil wir jetzt schon die Erfahrung gemacht haben, dass frühzeitig Lastwagen auf der Straße nebenan vorbei kommen und Lärm machen.
In der Nacht hat mich mein Weib geweckt und erzählt, ich würde schnarchen. Tatsächlich kam das Schnarchen aber aus dem Nachbarzelt und ich tippe auf Micha, aber beim Frühstück hören wir, es sei vermutlich Dorian gewesen, der den Lärm veranstaltet hat. Es lässt sich nicht bis ins Kleinste klären, da laut Siljas Aussage beide ziemlich schnarchen.
Der Rest des Tages verfährt nach vorgegebenem Muster und wir bringen zwischen-durch die abgeatmeten Flaschen wieder zum Füllen in die Basis. Hierbei leistet uns ein Bollerwagen, den unser Holzwurm vor geraumer Zeit bei der Firma „Berger“ erworben hat, gute Dienste. Neidische Blicke aus allen Zelten, an denen wir vorbei müssen, sind die Folge.
Die Taucherei nimmt ihren üblichen Fortgang und der Tag geht im Nu vorüber. Es ist nicht ganz einfach, die Jugend in das unvermeidliche Spülen nach dem Abendessen einzubeziehen, den essen wollen alle, nur wäre anschließend „chillen“ wesentlich angenehmer. Aber mit ein wenig Nachdruck funktioniert dann auch das.
Im Übrigen habe ich bereits am Anfang unseres Kurzurlaubs darum gebeten, dass die Teilnehmer am Bundesjugendtreffen am Schladitz-See einen kurzen Bericht über die dortigen Geschehnisse fertigen mögen. Die ersten drei Sätze sind relativ zügig formuliert, nur mit dem Fortgang hapert es noch ein bisschen, obwohl ich regelmäßig daran erinnere. Schließlich soll ja auch in diesem Jahr unsere Homepage wieder gefüllt werden.

Samstag, 6.6.2015
Gestern Abend haben wir verabredet, dass wir heute Morgen vor dem Frühstück zum Möwensee wollen, der ebenfalls noch zur Basis gehört und von dem wir schon viel Gutes gehört haben. Dave wird dann die Brötchen mitbringen, so dass wir nach unserer Rückkehr gleich frühstücken können.
Wir packen alles in Michas Auto, nachdem wir vorsichtshalber eine Plane gegen zu viel Wasser untergelegt haben und fahren dann den beschriebenen Weg. Es dauert eine Weile, bis wir den richtigen Eingang gefunden haben und dann eine weitere Zeit, das mit Zahlenschloss gesicherte Tor zu öffnen. Aber dann finden wir eine Stelle, an der bereits ein paar Zelte stehen. Der Platz ist über und über mit Müll und leeren Flaschen beladen und es sieht nach einer heftigen Party aus. Ein paar zerzauste Köpfe schauen aus den Zelten und erklären uns, ein paar Meter weiter gebe es noch einige andere Zugänge. Die „paar Meter“ erweisen sich als ein paar hundert Meter, aber auch hier campieren einige Jugendliche. Nur sieht es hier nicht ganz so chaotisch aus. Wir fragen höflich, ob wir hier einsteigen können und – ja, wir dürfen.
Um es kurz zu machen – die Sicht ist gigantisch und es gibt reichlich Krebse. Fische sind leider eher Mangelware, aber es lohnt sich trotzdem, da man sich vorkommt, als ob man fliegt. Und es ist unterhalb von etwa 10 Metern ganz schön frisch (8 ° C).
Als wir wieder auftauchen, hat sich oben die DLRG eingenistet und sie haben schon einen Pavillon aufgebaut und größere Vorbereitungen für diverse Tauchgänge getroffen. Wir fahren zu unserem Stellplatz zurück und frühstücken endlich lange und intensiv. Am Nachmittag besucht uns Erwin mit seiner Frau, für den die Anreise hierher lediglich ca. eine halbe Stunde dauert, wohnt er doch inzwischen in Wüstheuterode. Er hat bereits seit 2013 nicht mehr getaucht und ich mache mit ihm einen ganz gemütlichen Tauchgang.
Für den Abend sind dann Nudeln mit Tomatensauce und Hasche´ vorbereitet, so dass wir zur Party von Kathi, die ihren TL** bestanden und zu einem Umtrunk geladen hat, zu spät kommen. Während wir dann aber abends unter unserem Pavillon sitzen und klönen, besucht sie uns noch und bringt eine Flasche Wein mit, die wir gemeinsam trinken.
Und morgen ist schon wieder Heimfahrt angesagt.

Sonntag, 7.6.2015
Wir bringen wieder das gemeinsame Frühstück und die anschließende Reinigung des Geschirrs hinter uns. Und dann beginnt das langwierige Packen, weil ja alles wieder an seinen angestammten Platz muss, sonst käme gar nicht alles unter. Nachdem auch die Zelte abgebaut und die eigenen Autos beladen sind, hätten wir ja gern unserem Holzwurm noch ein bisschen geholfen, denn er hat bei Weitem das meiste zu packen. Aber er hat da seinen ganz eigenen Plan. Schließlich ist aber auch hier alles unter Dach und Fach. Ich gehe zur Basis, rechne unsere Flaschenfüllungen ab und bezahle unseren Stellplatz und die Tauchgebühren für die 4 Tage. Bei der Überprüfung der Abrechnung zeigt sich, dass wir – inklusive unserer bereits mitgebrachten Flaschenfüllungen – insgesamt 153,4 m3 Pressluft veratmet haben. Ein stolzes Ergebnis. Wir verabschieden uns von den Gelnhäusern, die zum Teil noch bis morgen am See bleiben und machen dann auf dem Steg am See noch ein Abschlussfoto, das freundlicherweise von unserer Pauli geschossen wird. Wir haben schon Bedenken, der Steg könne kentern, da wir ja alle auf einer Seite stehen, aber das Ding ist kräftig gebaut und hält uns aus. Dann machen wir uns auf den Weg in Richtung Heimat und sind dankbar, dass es trotz des starken Rückreiseverkehr relativ zügig vom Fleck geht.
Allein auf der Höhe von Homberg/Efze steht auf der Gegenseite ein Rettungshubschrauber und dahinter laut Verkehrsdurchsage ein Stau von 10 bis 12 Kilometern Länge. Da es in unserer Richtung lediglich zwischen Kirchheim und Hattenbacher Dreieck, sowie ab Alsfeld/Pfefferhöhe staut, fahren wir in Kirchheim ab und beenden unsere Reise über Land (Niederaula, Alsfeld, Romrod Grünberg, Hungen).
Und in Nidda essen wir noch ein Eis, bevor wir die Zielgerade unter die Räder nehmen und gegen 16:30 Uhr wieder Zuhause aufschlagen.
Das Auspacken ist dann nur noch Routine und anschließend lassen wir das Wochenende geruhsam auslaufen…

Den Termin hatten wir bereits bei der Jahreshauptversammlung festgelegt, damit sich alle darauf einstellen konnten. Trotzdem gab es diverse Ausfälle in Folge von Verschnupfungen und Verletzungen, sowie nicht abwendbaren Arbeitseinsätzen, so dass von allen Interessenten schließlich nur noch 5 Personen übrig blieben: Micha, Elke, Dave, Max und Peter. Und als Ort war schließlich der Baggersee in Diez auserkoren worden, weil die Sicht in Schönbach nach wie vor ausgegangen ist. Zum angesagten Termin trafen wir also am Parkplatz in Diez nahezu zeitgleich ein, meldeten uns an und fuhren dann mit den zur Verfügung stehenden Flughafen-Trolleys zurück zum Parkplatz um die Ausrüstung zum See zu bringen. Beim Blick in den See zeigte sich, dass der Ort gut gewählt war: Sicht gigantisch. Also begab ich mich nochmal zum Auto, hatte ich doch die Kamera mitgenommen in der Hoffnung, dass etwas zu sehen sein würde. Dann machten wir uns gemütlich fertig und begaben uns in zwei Gruppen ins Wasser – die beiden Trockentaucher Dave und Micha als die eine, Elke, Max und ich als die zweite. Das passte so auch, weil Max seinen Unterzieher nicht dabei hatte und wir nahezu gleich ausgerüstet waren. Mein letzter Besuch in Diez lag schon mehrere Jahre zurück und Elke war gerade erst dort gewesen und übernahm die Führung. Am Modell des Sees, das an der Füllstation aufgestellt ist, hatten wir uns die Gegebenheiten und Sehenswürdigkeiten bereits betrachtet und machten uns alsdann auf den Weg: einem als Wegweiser dienenden Seil folgend kamen wir zunächst zu einer großen Röhre, die man durchtauchen kann und dann zu Herbie, dem VW-Käfer mit der Nummer 53 und zu in der Nähe senkrecht im Wasser stehenden Nadelbäumen, die mit Barschlaich behängt waren, wie Weihnachtsbäume mit Lametta.
Auf der Suche nach einem zweiten Käfer, der im tieferen Teil des Sees liegt, verschlechterte sich die Sicht durch eine Gruppe weiterer Taucher so stark, dass wir uns in einer Richtung verloren, die nicht der Richtung zum Ausgang entsprach. Unser Tauchgang dauerte daher insgesamt 72 Minuten, die wir aber insgesamt genossen, da es – neben der guten Sicht – auch noch Krebse und Kaulquappen zu sehen gab.
Nach dem Tauchgang gab es noch einen kleinen Imbiss. Zum Abschluss ließ ich mir an der Füllstation mein Gerät wieder voll machen und begab mich in Richtung Heimat, da neben dem Training, das abends noch stattfand, auch noch eine Vorstandssitzung angesagt war.
Die gute Sicht im See werde ich aber wohl noch einige Zeit im Hinterkopf behalten. Bei solchen Gegebenheit lohnt sich auch eine längere Anfahrt und ein nicht ganz günstiger Preis (Einzelheiten siehe http://www.baggersee-diez.de)

Im letzten Jahr hatte uns die Veranstaltung so gut gefallen, dass wir uns entschlossen hatten, dies im laufenden Jahr wieder zu tun. Der einzige Wermutstropfen war der, dass man so früh aufstehen musste, damit man rechtzeitig in Mainz war (Treffpunkt dort: neue Feuerwache 2, Kaiser-Karl-Ring 38, Mainz-Neustadt, 8.30 Uhr).
Nachdem wir im Vorfeld im Netz nichts finden konnten, hatte ich mich also mit unserem Kampfgefährten Andreas in Verbindung gesetzt, der mir die Einladung in Kopie hat zukommen lassen. Ein Anmeldeformular war zwar avisiert, lag aber nicht bei.
So hatte ich dann den Event im Verein kundgetan und ein paar Wagemutige waren auch erschienen.
Die neue Feuerwache war auch noch ein wenig besser geeignet, als die im Vorjahr und es war lediglich zu bemängeln, dass die Anzahl der vorhandenen Toiletten sich auf eine pro Geschlecht beschränkte, was zu Warteschlangen führte.
Ansonsten war alles gut vorbereitet und die Hallen beheizt. Auch der Transfer zum Startplatz war gewohnt gut organisiert. Dann zog sich´s noch ein bisschen, bis der Bürgermeister, der Veranstalter und der Pfarrer ihre Grußworte gesprochen hatten und schließlich durften alle auf´s Schiff, obwohl die Anzahl auf 150 Personen begrenzt war. Zwei kleinere Gruppen stiegen von den Rheinterrassen aus in die Fluten.
Im letzten Jahr hatte das mit dem Startschuss nicht so richtig geklappt und der Bürgermeister musste letztendlich laut „Peng“ rufen, um die Veranstaltung zu starten, aber heuer lief alles wie am Schnürchen. Die Stimmung in der Truppe war gut und wir kamen gut vom Fleck. Einzig unsere Lena, bei der wir bereits geargwöhnt hatten, dass der Anzug vielleicht ein wenig zu groß sein könnte, musste relativ schnell wieder aus dem Wasser. Aber der Rest meisterte die rund 1,7 Kilometer lange Strecke ohne Probleme.
Am Ausstieg gab´s bereits einen heißen Tee und eine warme Dusche und dann ging´s wieder zur Feuerwache zurück. Dort konnten wir nochmals heiß duschen und uns anschließend in Richtung Rathaus begeben, wo der Empfang stattfand. Micha und Manuela machten sich indes auf die Suche nach Lena, die – infolge einer Überreaktion der DLRG, bei der wir sie „abgegeben“ hatten – ins Krankenhaus eingeliefert worden und die noch nicht wieder aufgetaucht war. (Man hatte bei einer Temperaturmessung im Ohr eine Körpertemperatur von 34°C festgestellt, nicht bedenkend, dass sie gerade ins Wasser gesprungen war und dabei vermutlich kaltes Rheinwasser ins Ohr bekommen hatte).
So konnte der Teil der Mannschaft, der sich im Rathaus aufhielt, ein Gläschen Wein, oder Apfelsaft, alternativ Wasser, genießen und dazu eine würzige Kartoffelsuppe mit Fleischwursteinlage schlürfen, während Lena, sowie Manuela und Michaela darben mussten. Schlussendlich fand aber wieder eine Familienzusammenführung statt und wir fuhren in Richtung Heimat, wo wir das frühe Aufstehen mit einem ausgiebigen Mittagsschläfchen kompensieren konnten.
Unsere Melanie, die beim letzten Mal die gesamte Sache noch von außen betrachtet hatte, fand aber die Veranstaltung so cool, dass sie sich jetzt schon darüber im Klaren war: Das machen wir nächstes Jahr wieder … ;o))

Weil es uns bereits bei vorangegangenen Veranstaltungen dort so gut gefallen hat, haben wir uns entschlossen, auch dieses Seminar in den Räumlichkeiten der Sportjugend Hessen am Edersee durchzuziehen. Dieses Mal sollte es auch etwas Besonderes sein – Bewegung tut Not und dient der Förderung und Erhaltung der Gesundheit bis ins hohe Alter.

Treffpunkt war am Freitag gegen 18.00 Uhr direkt am See und die Jugend des Hammersbacher Landtauchclubs wurden von einem Elternpaar gebracht, die den Stadtbus von Nidderau und einen Privat-PKW dabei hatten und das Wochenende auch am See verbringen wollten – allerdings nicht in unseren Räumlichkeiten. Obwohl kurzfristig noch ein paar Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Gründen ausgefallen waren, bestand die gut gelaunte Truppe letztendlich doch aus 20 mehr oder weniger jugendlichen Personen.
Um 18.00 Uhr gab´s erst mal Abendessen, dann wurden die Häuser bezogen und im Anschluss daran machte unsere Sarah einige Yoga-Entspannungsübungen, was dazu führte, dass ich beinahe schon während der Veranstaltung eingeschlafen wäre. Nach dem Abschluss der Stunde fielen alle ins Bett und ich schlief hervorragend, bis der Wecker mich aus dem Schlummer riss.

Um 7.15 Uhr wurde ich geweckt und um 7.30 Uhr war bereits Waldlauf angesagt. Während Jan und Davina mit den Größeren unterwegs war, begab ich mich mit den Kleineren im Laufschritt auf den gepflasterten Platz vor der Herberge und wir machten ein paar mehr oder weniger Schweiß treibende Übungen, bevor wir uns wieder frisch machten und uns zum Frühstück begaben.
Im Anschluss hieran erhielten wir einen Vortrag von einer Köchin der Bildungsstätte, die uns etwas über Nahrungsmittel im Allgemeinen und die Verpflegung vor Ort im Besonderen erzählte. Geduldig beantwortete sie auch alle anfallenden Fragen und zum Ende des Vortrags wurden Obst und Gemüse vorgestellt und der Stockbrotteig für das abendliche Grillen vorbereitet.
Danach brachte uns Sarah wieder einige, diesmal etwas anstrengendere, Übungen bei, die sie als „Entspannungs-Übungen“ bezeichnete, die wir aber als ganz schön
anstrengend ansahen. Tja, wenn man das nicht öfter übt… Aber natürlich sahen wir ein, dass uns dies später zugutekommen würde, weil die Übungen zu aufrechter Körperhaltung, besserer Durchblutung der Organe und gesünderer Lebensweise verhelfen. Insbesondere der „Löwe“ kam hierbei bei allen hervorragend an ... ;o)
Nach dem Mittagessen war bereits der nächste Vortrag angesagt, bei dem Benny Sauer uns einen interessanten Vortrag über Muskeln, deren Aufbau und Wirkungsweise und den Einfluss von Training auf die Muskulatur erzählte. Benny hatte mit etwas älteren Teilnehmern gerechnet, war aber sehr wohl in der Lage, auch den Kleineren anschaulich den Inhalt seines Vortrags nahe zu bringen.
Jetzt waren sportliche Aktivitäten angesagt, die zum Teil auf dem vorhandenen Sportfeld und zum zweiten Teil neben dem Waldweg auf den befestigten Drahtseilen stattfanden. Hier waren Teamgeist und kameradschaftliche Hilfe angesagt.
Gegen ½ 6 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Bauern, der uns am Melken teilhaben lassen wollte. Zwar konnten wir nicht, wie insbesondere die Kleineren gehofft hatten, tatsächlich per Hand melken, aber man konnte im Stall den Vorgang des Melkens per Maschine beobachten und erfuhr anschließend noch etwas über die Milchproduktion und die Rinderzucht, die ein nicht so sehr einträgliches Geschäft darstellen. Aber was würden wir ohne unsere Bauern machen …
Wir konnten die kleinen Kälbchen, die noch gesäugt wurden, sehen und auch die etwas größeren, die gerade „abgestillt“ wurden. Insbesondere unsere weibliche Jugend war nur schwer von „Handgreiflichkeiten“ gegenüber den Kälbchen abzuhalten. So war auch dieser Besuch auf dem Hof recht lehrreich.
Zurück in der Bildungsstätte mussten wir erst einmal den Grill reparieren, bevor wir endlich mit dem Grillen von Würsten und Steaks beginnen konnten. Aber von der Küche war alles bereits so lecker vorbereitet, dass alle schnell und konsequent abgefüttert werden konnten, als es endlich so weit war. Als „Nachtisch“ gab´s dann das vorbereitete Stockbrot, was bei Einigen zu Schwierigkeiten führte, weil sie sich nicht rechtzeitig, nämlich im Hellen, einen Stock besorgt hatten und jetzt auf dem Handy keine Taschenlampen-App vorhanden war. Wie haben wir das eigentlich früher gemacht???
Den Abschluss des Abends bildete eine Runde „Werwolf“ – und es blieb bei der einen, weil wir die Jugend offensichtlich im Verlauf des Tages redlich müde gemacht hatten.
Der Sonntagmorgen begann mit einem etwas späteren Frühstück und ohne Waldlauf. Die Zimmer wurden geräumt und dann gab es eine kleine Arbeitsrunde, deren Ergebnis von den jeweiligen Gruppen vorgetragen wurde, bevor wir uns in die Fahrzeuge schwangen und durch den herbstnebligen Wald in Richtung Bad Arolsen fuhren, wo der letzte sportliche Teil der Gesamtveranstaltung stattfinden sollte. Im recht kleinen Becken standen uns lediglich zwei Bahnen zur Verfügung, die wir aber, in zwei Gruppen aufgeteilt, trotzdem für unsere Zwecke nutzen konnten und zum Schluss nutzten wir noch ein Viertelstündchen die im nebenan liegenden Spaßbad vorhandene Riesenrutsche und nahmen ein warmes Bad im Whirlpool, bevor wir uns wieder in Richtung Edersee begaben. Dort gab es noch ein Mittagessen, das – sehr lecker – aus Reis mit Goulasch und Salat bestand und dann gab es noch das übliche Abschlussfoto, einen tränenreichen Abschied und dann eine Heimfahrt, die – weil keine Lastwagen unterwegs waren – wesentlich stressfreier ausfiel, als die Herfahrt.
Einhellige Meinung aller Beteiligten war, dass die Veranstaltung ihr Ziel erreicht und Spaß gemacht hatte und der Gesundheit eines jeden Einzelnen förderlich war.

Zurück nach oben